Kategorie: April 2003 (Nalbach/Saar)

10.05.07

Der Umgang mit der Amalgam-Frage in Luxemburg

Permalink 10:56:06, Kategorien: April 2003 (Nalbach/Saar)  

Jean Huss
Abgeordneter im Luxemburger Parlament

Curriculum vitae

Geboren: 1947
Wohnhaft in: Esch/Alzette/Luxemburg
Ausbildung: Pädagogik, Romanistik, Germanistik
Anschließende: Lehre in „Lyceetechnique“
1983: Gründer der grünen Partei in Luxemburg
1984: 1. Abgeordneter der Grünen in Luxemburg
seither bis heute wieder gewählt
1984-1994: Im Umweltausschuss, ab 1994 im Gesundheitsausschuss, Ethikausschuss, Petitionsausschuss und zuständig für internationale und europäische Politik. Ab Mitte der 80er Jahre erkrankt, Schwermetall belastet (Quecksilber, Zinn), Genesung erst Anfang der 90er Jahre nach Amalgamentfernung und zwei- bis dreijähriger Ausleitungsbehandlung.
1991: Folgte zusammen mit anderen Betroffenen die Gründung der Selbsthilfe- und Beratungsgruppe AKUT (Aktionsgruppe für Umwelterkrankte mit den Belastungsschwerpunkten: Amalgam und Zahnmaterialien, Wohngifte, giftfreie Schulen, Elektrosmog, gesunde Ernährung).
1997: Organisation des Kongresses: Umwelt und Gesundheit, im europäischen Parlament in Brüssel. Herausgabe des Buches: La santé pollnée – Editions Frison - Roche
1999: Organisation des Kongresses: Amalgames detaires et métouse lourds, im Europaparlament in Luxemburg.
2000: Einstimmig angenommener parlamentarischer Beschluss des Antrags zur Förderung der Umweltmedizin in Luxemburg (Prävention, Weiterbildung von Ärzten, Bau einer umweltmedizinischen Klinik)

Organisation zahlreicher öffentlicher Konferenzen mit Toxikologen, Umweltmedizinern etc.

„Der Umgang mit der Amalgam-Frage in Luxemburg“

Seit über 10 Jahren wird auch in Luxemburg über den Gebrauch des Quecksilberamalgams diskutiert und gestritten. Amalgam bleibt weiterhin erlaubt, mit einigen Einschränkungen, wird aber tendenziell von weniger Zahnärzten eingesetzt.

Die Selbsthilfe- und Beratungsgruppe „AKUT“ informiert seit Jahren schon regelmäßig über gesundheitliche Risiken der Amalgamfüllungen und hat immerhin erreicht, dass das Luxemburgische Gesundheitsministerium ab 1997 ein groß angelegtes Analyseprogramm in Auftrag gab.

Seit diesem Datum können Patienten, auf Anfrage ihres Arztes hin, sich einem so genannten „Amalgam – Triple – Test“ im nationalen Staatslaboratorium unterziehen, um eine eventuell stärkere Amalgambelastung festzustellen. Auch andere Analysen immunologischer Natur (Melisa, Zytokine) werden in diesem Zusammenhang seit kurzem angeboten.

Die bisherigen Resultate zeigen deutliche Hinweise auf teilweise starke Belastungen bzw. immunologische „Sensibilisierungen“, die sich zum Teil aber auch auf andere Metalle beziehen. Die seit kurzem in Luxemburg „weitergebildeten“ Umweltmediziner behandeln unter anderem auch Amalgamkranke!

Aufgrund seiner über 10 - jährigen Erfahrungen in der Amalgam – Beratung und aufgrund der Forschungsergebnisse zu Amalgam und Quecksilber fordert AKUT – Luxemburg eindringlich einen schnellen Ausstieg aus dem Amalgam!

gepostet von Andreas Kreutzer am 25.01.2007

Gefährdung durch elektromagnetische Felder?

Permalink 10:54:16, Kategorien: April 2003 (Nalbach/Saar)  

Dr. rer. nat. Ulrich Warnke
Universität des Saarlandes,
FR 13,4 66041 Saarbrücken

Curriculum vitae

Ausbildung in: Biologie, Physik, Geographie, Pädagogik

1971: Staatsexamen
1973: Promotion zum Dr. rer. nat.
seit 1978: "Lehrer für besondere Aufgaben" an der Universität des Saarlandes
Bezeichnung: Akademischer Oberrat,
Dozententätigkeit (Universitäts-Lehraufträge) in: Biomedizin,
Biophysik
Umweltmedizin,
Physiologischer Psychologie und Psychosomatik,
Präventiv-Biologie
Bionik
seit 1969: Forschungen auf dem Gebiet "Wirkungen elektromagnetischer
Schwingungen und Felder, einschließlich Licht, auf Organismen"
seit 1989: Leiter der Arbeitsgruppe Technische Biomedizin
- Konstruktion diverser Therapie- und Diagnosegeräte, alle nicht-invasiv.

Die Arbeitsgruppe hat sich die Aufgabe gestellt, die Quanten- und Stringphysik auf die Phänomene des Lebens (insbesondere der Physiologie, Biologie, Psychologie und Medizin) anzuwenden. Dabei ergibt sich eine völlig neue Sichtweise des Organismus mit überraschend neuen Ansätzen für Noxen, Therapien und Prophylaxen.

Vorsitzender des Instituts Physiologieforum, Diagnose- und Messtechnik e.V., sowie Gründungs-Mitglied der Gesellschaft für Technische Biologie und Bionik e.V., beide an der Universität des Saarlandes.

Gefährdung durch elektromagnetische Felder?
Der aktuelle Stand der Diskussion

Wir alle befinden uns permanent innerhalb von elektrischen-, magnetischen- und elektromagnetischen Feldern; dies sowohl unter freiem Himmel als auch in jedem umbauten Raum.

Die Felder ermöglichen, dass wir fast an jeder Stelle über Rundfunk- und Fernsehempfang oder Handy, Radar und Satelliten kommunizieren können und neuerdings sogar mit Hilfe von „Leitstrahlen“ im Straßenverkehr navigieren können.

Neben diesen hochfrequenten Feldern sind wir gleichzeitig permanent von niederfrequenten Kraftfeldern umgeben, ausgehend z.B. von Hochspannungsleitungen, Bahnstrom oder Haushaltsgeräten und Leitungen. Alle Felder überlagern sich.

An einigen Stellen addieren sie sich, an anderen löschen sie sich aus. Wir haben keinen physiologisch adäquaten Sinn, der uns die Anwesenheit der Felder ins Bewusstsein bringen könnte, so dass wir auch nicht wissen können, wann die Felder stark sind und wann schwach.

Die entscheidenden Fragen sind: Beeinflussen diese Felder unsere Gesundheit und wenn ja, ab welchen Stärken und Dosen? Wie sehen die Grenzwerte aus? Wie groß ist unser Risiko? Sind die Berichte über gesundheitliche Schädigungen ursächlich mit der Strahlung verknüpft? Wie verhält sich die Politik?

Vorrangig zwei Methoden stehen zur Verfügung, um Antworten auf die Fragen zu erhalten. Über Material aus epidemiologischen Metastudien werden Tendenzen zur Belastung vergleichbarer Bevölkerungskollektive formuliert.

Standardisierte Versuche an Menschen und anderen Organismen, sowie Laborversuche in vivo und in vitro zeigen bestimmte Wirkungsmechanismen auf.

Erst wenn beide Methoden eine Einheit in ihrer Ergebnis-Interpretation ergeben, wenn also der Wirkungsmechanismus die Ergebnisse der epidemiologischen Untersuchungen unterstützt, kann man von echten Wirkungen sprechen.

Um diese Fragen zu beantworten, wird weltweit ein großer Forschungsaufwand betrieben. Es mehren sich die Hinweise dafür, dass prophylaktische Maßnahmen gerechtfertigt sind. Wo stehen wir heute?

gepostet von Andreas Kreutzer am 25.01.2007

Schimmel in der Wohnung?

Permalink 10:52:40, Kategorien: April 2003 (Nalbach/Saar)  

Dr. phys. Werner Ehl
St. Wendel

Curriculum vitae

Name/Geburtsdatum: Dr.-Ing. Dipl.-Phys. Werner Ehl
geb. am 3. 4. 1954
Bildungsgang: Volksschule in Ensdorf (1961 - 1965)
Mittlere Reife 1970
Abitur 1973
Wehrdienst 1973 - 1975
10/75 - 2/83 Physikstudium

1983 - 1986 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Karlsruhe: Promotion 1987
1987 - 1992 Gutachter für Anlagensicherheit, Arbeitssicherheitsingenieur und
Umweltbeauftragter bei verschiedenen Firmen
1993 - heute Beschäftigung als Bauökologe, Bauphysiker und Energieberater bei
verschiedenen Institutionen (Akademie für Bauökologie, Umweltzentrum
der Handwerkskammer, Hochschule für Technik und Wirtschaft,
Verbraucherzentrale des Saarlandes
seit 1996 nebenberufliche Tätigkeit als geprüfter Solarberater
2000 Gründung der Firma Solarzentrum ™ÖkoBauBüro

Schimmel in der Wohnung?
Ursache und Abhilfemaßnahme gegen diese Gesundheitsgefahr

Während der nasskalten Jahreszeit blüht in vielen Wohnungen an Wänden oder auch in Möbeln wieder der Schimmel auf und sorgt vielfach für Streit zwischen Mietern und Vermietern über die möglichen Ursachen.

Da Schimmel gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen kann, ist eine sachgerechte Bekämpfung dringend geboten.
Besonders heimtückisch sind Schimmelnester in Zwischenwänden, hinter Wand- und Deckenverkleidungen und hinter oder auch in Möbeln, weil sie oft lange Zeit unerkannt bleiben.

Ursache des Schimmelbefalls ist in jedem Fall Feuchtigkeit.

Um den Schimmel erfolgreich zu bekämpfen, muss also zuerst geklärt werden, woher die Feuchtigkeit kommt. Ist die Feuchtigkeitsherkunft erkannt, können gezielte Abhilfemaßnahmen eingeleitet werden. Dadurch wird die Wand trocken, und dem Schimmel wird die Lebensgrundlage entzogen.

Die Feuchtigkeit kann auf verschiedenen Wegen in die Wand gelangen: man spricht von eindringender oder auch von aufsteigender Feuchtigkeit und von Kondensfeuchtigkeit. Letztgenannte kann durch falsches Heizen und Lüften einerseits oder andererseits durch Mängel in der Bausubstanz entstehen, die zu Wärmebrücken führen, durch die zudem noch viel Heizenergie verloren geht.

gepostet von Andreas Kreutzer am 25.01.2007

Macht uns unsere Wohnung krank?

Permalink 10:49:14, Kategorien: April 2003 (Nalbach/Saar)  

Dr. Gerhard Führer
peridomus Institut, Mausbergstr.
97267 Himmelstadt

Curriculum vitae

Studium der Biologie und der Chemie an der Universität in Würzburg mit Abschluss der 1. und 2. Staatsprüfung für das Lehramt am Gymnasium. Forschungstätigkeit an der Universität Würzburg und am GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München, Beginn 1984: Auswirkung von niedrigen, umweltrelevanten Schadstoffkonzentrationen auf Waldbäume.

Thema der Dissertation: Photosyntheseverhalten, Transpiration und Spaltöffnungsregulation von Fichten (Picea abies) unter experimenteller Schadstoffbelastung in Expositionskammern.

Weiterbildung zum Baubiologen (IBN) mit praktischer Tätigkeit im Bereich Baubiologie und Bauökologie u. a. im Rahmen des eigenen Hausbaues. Gründung des Instituts peridomus 1994, Arbeitsschwerpunkt: Nachweis, Beseitigung und Vermeiden von Schadfaktoren in Innenräumen. Auftraggeber sind Privathaushalte, öffentliche Institutionen und Unternehmen der Privatwirtschaft bei Verdacht auf gebäudebedingte Erkrankungen, zur Verminderung der Ausfallzeiten von Mitarbeitern an Büroarbeitsplätzen, vor Hauskauf oder Hausbau zur Vermeidung finanzieller und gesundheitlicher Risiken oder zur Bestandsaufnahme und Kostensicherheit vor Renovierungsbeginn.

Seit 2001: Vor der IHK Würzburg-Schweinfurts öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen, Mitglied im Landesverband der Sachverständigen (LVS Bayern e.V.). Weitere Aktivitäten: Verschiedenste nationale und internationale Publikationen zur Schadstoffproblematik. Verleihung des Stuttgarter Preises 1993 vom Klett-Verlag für die allgemein verständliche Darstellung komplexer naturwissenschaftlicher Sachverhalte.

Initiator und Mitorganisator des nationalen Fachkongresses „Mensch & umweht“ 1998, 1999 und 2002. Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHT e.V.), Sprecher des bundesweiten Arbeitskreises „Gesundes Wohnen“. Aktuelles Forschungsprojekt Raumluftqualität in baubiologischen Musterwohnungen.

Macht uns unsere Wohnung krank?

Die Luftqualität von Innenräumen hat sich aufgrund moderner Baustoffe und Bauweisen verändert. Zusammenhänge zwischen Bauprodukten und gebäudebedingten Erkrankungen hat eine Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags bestätigt.

Im Vergleich zu früher wird heute zur Energieeinsparung dichter gebaut mit der Folge von geringeren Luftwechselraten. Gleichzeitig werden in Innenräumen vermehrt chemische Verbindungen eingebracht, die es in dieser Qualität und Menge noch nicht gegeben hat. Beispiele hierfür sind Formaldehyd und Phenol aus Spanplatten, Lösemittel in Bodenklebern und Wandfarben, Pestizide in Teppichen und Ledersofas, … Heute interessiert deshalb nur noch, welche Schadstoffe in welcher Konzentration und in welcher Kombination vertreten sind.

Durch das chronische und langzeitige Einwirken von chemischen Verbindungen können gesundheitliche Beeinträchtigungen mit völlig neuen Beschwerdebildern entstehen. Die ärztlichen Therapien schlagen dann fehl, da nur Symptome behandelt, nicht aber die Ursache für die Befindlichkeitsstörungen erkannt und beseitigt werden.

In der Regel fühlt sich aber weder der Arzt noch der Architekt oder Handwerker zuständig für die Schaffung schadstoffarmer Raumluft. Kurzum: Es fehlt die Einsicht und der wirtschaftliche Anreiz, an den Innenraumverhältnissen etwas Grundlegendes zu verändern, beispielsweise auf Materialien mit unbekannter Stoffzusammensetzung zu verzichten.

Im Vortrag soll einerseits das Problem von Schadstoffen in Innenräumen aufgezeigt werden. Andererseits werden Anregungen und konkrete Hilfestellungen zur Verbesserung der Innenraumqualität gegeben. Im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge gilt es, den Eintrag von chemischen Verbindungen in Innenräume auf ein Mindestmaß zu beschränken (Vermeidungsprinzip).

gepostet von Andreas Kreutzer am 25.01.2007

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