Kategorie: Juni 2002 (Dillingen/Saar)

10.05.07

Krank durch die Umwelt – ein Thema für alle (Stadthalle Dillingen 2002)

Permalink 11:20:51, Kategorien: Juni 2002 (Dillingen/Saar)  

Auf dem Weg zu einem umweltmedizinischen Gesamtkonzept in Luxemburg

Seit Anfang der 80er Jahre wurden in Luxemburg immer stärker die Zusammenhänge zwischen Umwelterkrankungen, Naturzerstörung und Risiken für die menschliche Gesundheit thematisiert. Handelte es sich in der ersten Phase dabei vor allem um die Belastung von Luft, Böden und Nahrung durch Stahlindustrie, Müllverbrennung und Autoverkehr, so kommen in einer zweiten Phase, nach der Gründung der Selbsthilfegruppe „AKUT“ (Aktionsgruppe für Umwelttoxikologie) im Jahr 1991 andere, neue Belastungsfelder dazu: die Problematik der Wohn- und Innenraumbelastungen, der Gesundheitsrisiken durch Amalgam und Zahnmaterial, die Problematik „Elektrosmog“, sowie andere Probleme: Dioxinbelastungen, PCB´s, Pestizide usw.
Die Öffentlichkeitsarbeit von AKUT sowie der Druck der Umweltverbände führten in den 90er Jahren zu einigen, teilweisen Erfolgen. In bezug auf die Luft- und Bodenbelastung konnten z. B. bei Stahlindustrie und Müllverbrennung drastische Verbesserungen erzielt werden, wohingegen bei Pestizidbelastungen oder Abgasen aus dem Straßenverkehr die Lage nicht zum positiven gewendet werden konnte.

In Bezug auf die Wohn- und Innenraumbelastungen erfolgte 1994 ein entscheidender Schritt, indem vom Gesundheitsministerium eine „Umweltambulanz“ geschaffen wurde. Die in diesem Rahmen getätigten Wohnraumanalysen (350 – 400 Wohnungen) pro Jahr machten in den darauffolgenden Jahren das ganze Ausmaß gesundheitsbelastender Risiken der „Wohnchemikalien“ deutlich.

In den folgenden Jahren der Zusammenarbeit zwischen „Umweltambulanz“ und Staatslaboratorium kam es zu einer positiven Erweiterung der in Wohnung gemessenen chemischen und biologisachen Parametern (Schimmelpilze usw.), gleichzeitig wurde im Staatslaboratorium ab 1997 ein „Triple – Test“ zur Analyse der Quecksilber – Amalgam – Belastung entwickelt und bei bis heute über 2000 Patienten eingesetzt mit zum Teil beunruhigenden Resultaten. Erste positive, offizielle Schritte also, die es ermöglichen, mögliche ursächliche Belastungen bei einem Teil der Umweltkranken ausfindig zu machen. Was dabei allerdings als wichtigstes Glied in der Kette nicht gewährleistet war, war die therapeutische Hilfe für die Umweltpatienten, sei es ambulant oder stationär, einzige Anlaufstelle für Rat- und Hilfesuchende blieb bis in diese Tage hinein „AKUT“, eine Betroffenen – Gruppe, die sich von der Selbsthilfe- zur Beratungsorganisation weiterentwickelt hatte.

Aus diesem Grund hatte der Autor dieser Zeilen im März 2000 einen Antrag im luxemburgischen Parlament eingebracht und einstimmig durchgesetzt, der die Regierung aufforderte,

1. Den Stellenwert von Vorsorgeprinzip und Prävention zu stärken

2. eine umweltmedizinische Weiterbildung von luxenburgischen Ärzten in die Wege zu leiten

3. die Einrichtung einer stationären Winheit für umweltmedizinische Betreuung im neuen Spitalplan vorzusehen Gesundheitsminister und Regierung sagten sich bereit, die neue Herausforderung anzunehmen und schrittweise umzusetzen, wobei die Zwischenbilanz zur Zeit relativ positiv ist:

Zwar kaum oder wenig Fortschritte bei den Punkten „Vorsorgeprinzip“ und Prävention. Aber auf der anderen Seite Durchführung umweltmedizinischer Weiterbildungskurse unter Leitung von deutschen Umweltmedizinern (dbu, Igumed), der jetzt im Juni 2002 mit Erfolg abgeschlossen wird. Das Prinzip einer umweltmedizinischen stationären Einheit wurde im neuen Sozialplan verankert, die analytischen Möglichkeiten des Staatslaboratoriums wurden vergrößert.

Im Mai 2002 deponierte der Autor dieser Zeilen im Parlament ein Gesetzesprojekt zwecks Schaffung eines eigenständigen „Institutes für Umweltmedizin“ in Luxemburg, das zum Zweck hat, neben der ambulanten Umweltmedizin und in Zusammenarbeit in ihr alle Aspekte der Umweltmedizin: Umweltambulanz, baubiologische Beratung, Laboranalytik, stationäre Betreuung von schwer Umwelterkrankten (Stichwort MCS, CFS, Fibromyalgie, Umweltallergien usw.), Ernährungsberatung, Forschung usw. umfassend anzugehen. Vorgesehen für dioe stationäre Betreuung sind dabei neben einer „clean unit“ selbstverständlich auch baubiologisch verträgliche Materialien und?) AKUT Bauweisen.

Erste Reaktionen auf diese Vorschläge vonseiten des Gesundheitsministeriums sind positiv, die Arbeiten dürften schon relativ kurzfristig nach legislativer Entscheidung, in Angriff genommen werden können (2003) kann die Dinge für die Zukunft etwas positiver sehen.

Umweltgutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen

Permalink 11:18:04, Kategorien: Juni 2002 (Dillingen/Saar)  

Umweltgutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen
- Konsequenzen für die Politik

(Peter Gillo, stellvertretender Vorsitzender und umweltpolitische Sprecher der SPD- Landtagsfraktion)

In einem Sondergutachten „Umwelt und Gesundheit“ hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen bestimmte Einzelthemen der umweltbezogenen Gesundheitsstörungen aufge- griffen, bei denen er noch erheblichen Beratungsbedarf sieht, aber auch schon konkretes Handlungsschritte anmahnt.

Insbesondere hat der SRU untersucht:

Gesundheitsbeeinträchtigungen durch

Allergien
Ultraviolette Strahlung
Lärm
Hormonähnlich wirkende Stoffe
Freisetzung vieler auch kleiner Mengen an Chemikalien.

Der SRU ist der Auffassung, dass die Gesundheitsbeeinträchtigungen Allergien, ultraviolette Strahlung und Lärm eher unterschätzt werden, die durch hormonähnlich wirkende Stoffe und Ursachen des Krankheitsbildes der multiplen Chemikalienüberempfindlichkeit überschätzt werden. In folgenden werden einige Erkenntnisse und Empfehlungen des SRU und andere aktuelle Erkenntnisse verarbeitet:

1. Chemikalieneintrag

Unbestritten wurden in den letzten 100 Jahren infolge des wissenschaftlichen Fortschritts, der Industrialisierung und der Produktion von Konsumgütern einige hunderttausend neuartiger chemischer Substanzen geschaffen und über diverse Wege in die Umwelt getragen. Eine zunehmende Anzahl von Umweltmedizinern führt die wachsende Anzahl von Patienten mit Allergien, Kopfschmerzen, Ohrgeräuschen, Schwindel, Hörstörungen, chronischer Bronchitis, Asthma und rheumaähnlichen Autoimmunerkrankungen darauf zurück, dass Menschen zunehmend mit diesen Chemikalien konfrontiert werden und das Hormon-, Immun- und Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen wird.

Beispiele für diese Hypothese

zunehmende Pollenallergien (verstärkt durch organische Substanzen und neuartige Eiweiße)
ansteigende Allergiesierungsrate bezüglich Latex

Konsequenzen und Lösungsvorschläge:

Deklarationspflicht für alle Produkte, bei deren Gebrauch flüchtige Chemikalien austreten (Klebstoffe, Desinfektionsmittel usw.)
verbindliche Grenzwerte für Chemikalienbelastungen in Innenräumen
bessere Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit umweltbedingten Erkrankungen
intensivere Erforschung des MCS- Syndroms (Multiple Chemical Sensitivity)

2. Ultraviolette Strahlung

Seit drei Jahrzehnten nehmen Hauttumore stetig zu. Bei den früher seltenen malignen Melanomen ergibt sich eine Zunahme der Erkrankungen von jährlich 6 – 7 %.

Als Grund für diese Entwicklung wird ganz eindeutig die übermäßige Sonnenexposition angesehen.

Ursache für die Zunahme von Hautkrebs ist die individuell beabsichtigte Exposition, Sonnenbaden, Solarien.

Besonders gefährdet sind Personen mit

Heller Haut,
rötlich blonden Haar,
vielen Pigmentmalen

Die Folgen dieser individuell beabsichtigten Exposition dürften in den nächsten Jahren infolge des anthropogen bedingten Ozonverlustes in der Stratosphäre deutlich verschärft werden.

Lösungsvorschläge und Konsequenzen:

a) zur Sonnenexposition:

zurückhaltende Sonnenexposition (Verzicht auf Sonnenbaden),
Meidung unnötiger UV- Quellen (Solarien),
textiler und baulicher Sonnenschutz,
Aufklärungskampagnen insbesondere zu den Folgen erhöhter Sonnenexposition für Kleinkinder,
strukturelle Maßnahmen (Schaffung von Schattenplätzen in Schulhöfen, im Zuschauerbereich von Sportplätzen, auf Spielplätzen und in Schwimmbädern),
jährliche Sicherheitsüberprüfung von Solargeräten

b) zum Schutz der Ozonschicht:

Hier liegen umfangreiche Änderungsvorschläge bspw. der Enquète- Kommission des Deutschen Bundestages „Schutz der Erdatmosphäre“ vor.

Vordringlich sind:

energische Schritte zur Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz
konsequenter Ausbau der Nutzung regenerativer Energien
technische Innovation in der Energieumwandlung in Industrie, Verkehr und Haushalten
Förderung der Alternativen zum Individualverkehr und Maßnahmen zur Verlagerung des Schwerlastverkehrs auf die Bahn.

3. ca. 20% der Bevölkerung der Europäischen Union sind tagsüber ständig verkehrsbedingten Lärmpegeln über 65 dB(A) ausgesetzt. Lärm ist Ursache Nr. 1 für Schwerhörigkeit. Lärm wirkt auch als Stressfaktor und kann als solcher Erkrankungen hervorrufen oder begünstigen, die durch Stress verursacht werden z.B. Herz- Kreislauf- Krankheiten.

Schlafstörungen zählen zu den besonders häufigen Lärmfolgen. Rund 20% der Bevölkerung geben an, wegen des Lärms nicht bei geöffneten Fenster schlafen zu Können. Auch nachts ist etwa 1/3 der Bevölkerung mit Mittlungspegeln von über 50 dB(A) konfrontiert.

Weitere Auswirkungen:

Lärmbedingte Leistungsstörungen (Ablenkung, Belästigung, Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit, erhöhte Ermüdung),
besonders lernsensible und schutzwürdige Gruppen sind:
Personen, die individuell hohe Lärmbelastungen nicht aushalten, Schwangere,
Kinder, alte Menschen insbesondere Hypertoniker und blutdrucklabile Patienten.

Lösungsvorschläge und Konsequenzen

deutliche Absengung der Lärmimmissionsbelastung, Zielgröße 55 dB(A),
weitere Untersuchungen zu gesundheitlichen Folgen dauerhafter Lärmbelastung
Reduzierung der Lärmquellen,
politische Initiativen (Lärmschutz, Geschwindigkeitsbeschränkung,
partielle LKW- Verbote Verkehrsberuhigungsmaßnahmen,
bei Flughäfen Lärmkontingente, Nachtflugbeschränkungen.

gepostet von Andreas Kreutzer am 25.01.2007

09.05.07

Umwelt und Gesundheit heute

Permalink 14:42:10, Kategorien: Juni 2002 (Dillingen/Saar)  

(Dr. med. Peter Germann – Kongress 2002 / Dillingen)

Seit 10 Jahren arbeitete ich als Umweltmediziner in eigener Praxis, nachdem ich in der eigenen Familie die Belastungen durch Innenraumgifte und Holzschutzmittel erfahren habe. Mit dem Wissen der Allgemeinmedizin bin ich in der Lage, psychische, psycho- somatische und umweltmedizinische Patienten einzuordnen.

Anfang der 90er dominierte mit dem Holzschutzmittelprozess das Umweltbewusstsein, was ich durch die Erkenntnisse Dr. Dounderers bezüglich der Schwermetallvergiftungen
und – belastungen und der parallel verlaufenden Mykosen im menschlichen Organismus entwickeln konnte.

Basis dieser medizinischen Empire war das politische Reifen der Grünen, die zu Beginn der 80er Jahre regional auftraten, aber schließlich bundesweit aktiv werden konnten.

Die klassischen Parteien nahmen sekzessive die Themen auf, soweit es im Programm der Zeit apportun erschien.

Die Wirtschaft zog erst nach dem Anlaufen der Prozesswellen und im Verbund mit der Aktzeptanz der Parteien erste Konsequenzen, in dem schließlich mit dem Ende des Holz- schutzmittelprozesses auch die Produkte entsprechend dem``Blauen Engel`` umweltver- träglicher und somit auch menschlich verträglicher werden sollten.

In dieser Zeit wurden durch Ökoläden biologische Mittel vertrieben, die durch die hohen Gehalte an Terpenen etc. ebenfalls fast toxische Konzentrationen im Innenraum erreichten. Es war somit nicht leicht, den kranken und empfindlichen Menschen, die sicherlich 20% der Bevölkerung ausmachen, gerecht zu werden bzw. eine gute Behandlung angedeihen zu lassen.

Viele Umweltambulanzen, private wie auch universitäre, wurden gebildet und ausgestattet, meist aber an vorhandene Hygieneinstitute angehängt. Der Geist der Wissenschaftler blieb aber der selbe, so dass den Belangen der Patienten auch nur sehr eingeschränkt geholfen werden konnte.

Umweltlaboratorien existierten heutzutage reichlich und verfügen über einen immensen Er- fahrungsschatz, leider können nur wenige Labors bestimmten Kontrollvorgaben gerecht werden, aber als Anhaltspunkt dienen sie auf jeden Fall.

Die Diagnostik, dass heißt, die Untersuchungen von Material und Körperflüssigkeiten wurde sehr stark voran gebracht, wobei der Streit über die Richt- und Grenzwerte, wo es solche überhaupt gibt, noch immer schlimme Emotionen hervorlockt.

Therapeutische Maßnahmen breiteten sich in einem Ausmaß aus, dass es keinen guten Überblick, geschweige denn eine ``richtige`` Behandlung gibt.

Lediglich die Schwermetallbelastung hat eine gewisse Behandlungsrichtlinie bekommen, aber die Flut von anderen Belastungen ist in einem Spektrum von „nicht behandelbar“ bis hin zu „Geistheilung“ behandelbar.

gepostet von Andreas Kreutzer am 25.01.2007

Umweltgutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen

Permalink 14:41:02, Kategorien: Juni 2002 (Dillingen/Saar)  

- Konsequenzen für die Politik

(Peter Gillo, stellvertretender Vorsitzender und umweltpolitische Sprecher der SPD- Landtagsfraktion)

In einem Sondergutachten „Umwelt und Gesundheit“ hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen bestimmte Einzelthemen der umweltbezogenen Gesundheitsstörungen aufge- griffen, bei denen er noch erheblichen Beratungsbedarf sieht, aber auch schon konkretes Handlungsschritte anmahnt.

Insbesondere hat der SRU untersucht:

Gesundheitsbeeinträchtigungen durch

Allergien
Ultraviolette Strahlung
Lärm
Hormonähnlich wirkende Stoffe
Freisetzung vieler auch kleiner Mengen an Chemikalien.

Der SRU ist der Auffassung, dass die Gesundheitsbeeinträchtigungen Allergien, ultraviolette Strahlung und Lärm eher unterschätzt werden, die durch hormonähnlich wirkende Stoffe und Ursachen des Krankheitsbildes der multiplen Chemikalienüberempfindlichkeit überschätzt werden. In folgenden werden einige Erkenntnisse und Empfehlungen des SRU und andere aktuelle Erkenntnisse verarbeitet:

1. Chemikalieneintrag

Unbestritten wurden in den letzten 100 Jahren infolge des wissenschaftlichen Fortschritts, der Industrialisierung und der Produktion von Konsumgütern einige hunderttausend neuartiger chemischer Substanzen geschaffen und über diverse Wege in die Umwelt getragen. Eine zunehmende Anzahl von Umweltmedizinern führt die wachsende Anzahl von Patienten mit Allergien, Kopfschmerzen, Ohrgeräuschen, Schwindel, Hörstörungen, chronischer Bronchitis, Asthma und rheumaähnlichen Autoimmunerkrankungen darauf zurück, dass Menschen zunehmend mit diesen Chemikalien konfrontiert werden und das Hormon-, Immun- und Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen wird.

Beispiele für diese Hypothese

zunehmende Pollenallergien (verstärkt durch organische Substanzen und neuartige Eiweiße)
ansteigende Allergiesierungsrate bezüglich Latex

Konsequenzen und Lösungsvorschläge:

Deklarationspflicht für alle Produkte, bei deren Gebrauch flüchtige Chemikalien austreten (Klebstoffe, Desinfektionsmittel usw.)
verbindliche Grenzwerte für Chemikalienbelastungen in Innenräumen
bessere Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit umweltbedingten Erkrankungen
intensivere Erforschung des MCS- Syndroms (Multiple Chemical Sensitivity)

2. Ultraviolette Strahlung

Seit drei Jahrzehnten nehmen Hauttumore stetig zu. Bei den früher seltenen malignen Melanomen ergibt sich eine Zunahme der Erkrankungen von jährlich 6 – 7 %.

Als Grund für diese Entwicklung wird ganz eindeutig die übermäßige Sonnenexposition angesehen.

Ursache für die Zunahme von Hautkrebs ist die individuell beabsichtigte Exposition, Sonnenbaden, Solarien.

Besonders gefährdet sind Personen mit

Heller Haut,
rötlich blonden Haar,
vielen Pigmentmalen

Die Folgen dieser individuell beabsichtigten Exposition dürften in den nächsten Jahren infolge des anthropogen bedingten Ozonverlustes in der Stratosphäre deutlich verschärft werden.

Lösungsvorschläge und Konsequenzen:

a) zur Sonnenexposition:

zurückhaltende Sonnenexposition (Verzicht auf Sonnenbaden),
Meidung unnötiger UV- Quellen (Solarien),
textiler und baulicher Sonnenschutz,
Aufklärungskampagnen insbesondere zu den Folgen erhöhter Sonnenexposition für Kleinkinder,
strukturelle Maßnahmen (Schaffung von Schattenplätzen in Schulhöfen, im Zuschauerbereich von Sportplätzen, auf Spielplätzen und in Schwimmbädern),
jährliche Sicherheitsüberprüfung von Solargeräten

b) zum Schutz der Ozonschicht:

Hier liegen umfangreiche Änderungsvorschläge bspw. der Enquète- Kommission des Deutschen Bundestages „Schutz der Erdatmosphäre“ vor.

Vordringlich sind:

energische Schritte zur Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz
konsequenter Ausbau der Nutzung regenerativer Energien
technische Innovation in der Energieumwandlung in Industrie, Verkehr und Haushalten
Förderung der Alternativen zum Individualverkehr und Maßnahmen zur Verlagerung des Schwerlastverkehrs auf die Bahn.

3. ca. 20% der Bevölkerung der Europäischen Union sind tagsüber ständig verkehrsbedingten Lärmpegeln über 65 dB(A) ausgesetzt. Lärm ist Ursache Nr. 1 für Schwerhörigkeit. Lärm wirkt auch als Stressfaktor und kann als solcher Erkrankungen hervorrufen oder begünstigen, die durch Stress verursacht werden z.B. Herz- Kreislauf- Krankheiten.

Schlafstörungen zählen zu den besonders häufigen Lärmfolgen. Rund 20% der Bevölkerung geben an, wegen des Lärms nicht bei geöffneten Fenster schlafen zu Können. Auch nachts ist etwa 1/3 der Bevölkerung mit Mittlungspegeln von über 50 dB(A) konfrontiert.

Weitere Auswirkungen:

Lärmbedingte Leistungsstörungen (Ablenkung, Belästigung, Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit, erhöhte Ermüdung),
besonders lernsensible und schutzwürdige Gruppen sind:
Personen, die individuell hohe Lärmbelastungen nicht aushalten, Schwangere,
Kinder, alte Menschen insbesondere Hypertoniker und blutdrucklabile Patienten.

Lösungsvorschläge und Konsequenzen

deutliche Absengung der Lärmimmissionsbelastung, Zielgröße 55 dB(A),
weitere Untersuchungen zu gesundheitlichen Folgen dauerhafter Lärmbelastung
Reduzierung der Lärmquellen,
politische Initiativen (Lärmschutz, Geschwindigkeitsbeschränkung,
partielle LKW- Verbote Verkehrsberuhigungsmaßnahmen,
bei Flughäfen Lärmkontingente, Nachtflugbeschränkungen.

gepostet von Andreas Kreutzer am 25.01.2007

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