18.08.10

Permalink 18:58:33, Kategorien: Berichte von Betroffenen, Fachbeiträge  

Bericht Nr. 3 von Gregor Weisse

Hier die bereits erwähnte Liste von Symptomen die mir freundlicherweise von Gregor Weisse übermittelt und zum Abdruck übermittelt wurden.

Beitrag Nr. 3

Symptomliste der Morgellons-Krankheit, Quelle: Morgellons Group, Dr. Staninger
__________________________________________________________________________

Kopf: Beulen, Schwellungen, offene Stellen oder „Kanäle“

Gehirn und Persönlichkeit:

Gedächtnisverlust (Kurzzeit-Gedächtnis, mittelfristiger Erinnerungsverlust =
„Was habe ich gerade gesagt? Wo habe ich meine Kaffeetasse hingestellt?
Was habe ich gestern getan?“
Benommenheit, unklares, verschwommenes Denken
Das Verfolgen von Zusammenhängen wird sehr anstrengend und schwierig
Die Unfähigkeit, beim Gespräch bestimmte Ausdrücke zu finden
Schreiben und besonders Buchstabieren wird schwierig
Unfähigkeit, sich zu konzentrieren und den Fokus auf bestimmte Ideen zu
Richten – ADD/ADHD-Symptome
Stimmungsschwankungen und plötzlicher Stimmungswechsel, auch das
plötzliche Verlieren der Beherrschung
Verlust der Libido
Der Verlust von Interesse an Dingen, die einen normalerweise immer interessiert
haben
Depressionen und/oder Disorientiertheit
Veränderungen der Persönlichkeit, wie z.B. der Verlust der Kreativität oder
erworbener Fähigkeiten
Neurologische Probleme – Ungeschicktheit, Stolpern beim Gehen, Beeinträchtigung der sprachlichen Fähigkeiten

Haare Steifes, trockenes sprödes Haar
Drahtige, widerspenstige Haare ersetzen normales Haar
Wenn immer mehr drahtiges Haar wächst, Änderung der Haarbeschaffenheit
und der Haarfarbe
Haarausfall
Ausgefallene Haare haben an der Wurzel einen kleinen gelartigen Klumpen
oder eine klebrige Substanz
Diese Substanz kann den ganzen Haarschaft bedecken
Nachgewachsenes, neues Haar nimmt Färbungen nicht mehr so gut an

Augen „Fliegen“ im Sichtfeld
Verschwommene Sicht
Zunehmender Ausfluss, oft strangartig
das Gefühl, Sand in den Augen zu haben
Gefühl von Fremdkörpern im Auge, die aber nicht gefunden und entfernt werden können.
Starke Lichtempfindlichkeit
Allgemein geschwächte Sehkraft

Nachtblindheit
Augenwimpern fallen aus, nachwachsende Härchen sind dick, drahtig
und farblos

Ohren Juckreiz im Gehörgang wenn Fasern sich bewegen
Ohrgeräusche, obwohl Gehörgang sauber ist
Ohren sind verstopft wegen Absonderungen aus den Stirnhöhlen
Gehörgänge entwickeln starken Haarwuchs, der sich sehr tiefgehend
anfühlt und aus dem Gehörgang herausschaut

Nase Allergien oder Nebenhöhlenprobleme – starke Verstopfung, Schleimentwicklung
der Schleim ist zäh, klebrig, wird zu einer harten Substanz wenn getrocknet,
beinahe klebstoffartig
Gerüche werden nicht mehr korrekt erkannt, kann abwechseln zwischen genauer
Geruchsempfindung, gestörtem Geruchssinn und gänzlichem Versagen der
Fähigkeit zu riechen.
In den Nasenlöchern entwickelt sich starker Haarwuchs
In den Nasenlöchern entwickeln sich extrem schmerzhafte Pickel

Mund und Kehle

Die Zähne werden überempfindlich, bekommen Risse, splittern, man hat das Gefühl, dass sie hohl werden
Die Zähne werden lose und/oder fallen aus
Schmerzen oder Jucken in der Kehle
Trockener Husten
Ständige Absonderungen aus der Stirnhöhle
Ein ständig hinten in der Kehle sitzender Schleimklumpen, der die
Kehle verstopft
Schlechte Funktion der Geschmacksknospen, Schwankung kann von
Feiner Geschmacksempfindung bis zum völligen Verlust des Geschmackssinns
gehen.

Haut Krabbelgefühl auf der Haut, wie unsichtbare Insekten
Das Gefühl von Stichen, Beißen, oder Prickeln auf der Haut
Offene Hautstellen, juckend oder schmerzhaft, die sehr langsam heilen bei
kaum oder nicht vorhandener Infektion und die manchmal Fusseln enthalten.
Material, das als „Körner“ beschrieben wird, die manchmal entfernt werden
können. Sie können aus verletzter oder auch aus heiler Haut hervorbrechen.
Material, das als „Scherben“ beschrieben wird, es ist hart und kristallartig in Größe
und ähnelt Glas, das aus der Haut herauskommt.
Schwarze Punkte oder Kügelchen, die aussehen wir Samen die sich in oder auf der
Haut befinden oder aus den offenen Stellen austreten.
Winzige Fusselknäuel in den offenen Wunden, die aus ihnen heraustreten, oder
aus heiler Haut herausfallen.
Eine schwarze, teerartige Substanz, die aus den Hautporen kommt.
Hautbeschaffenheit – häufig lederig, hornhautartig wo oft vorher offene
Hautstellen waren.
Wachstum von drahtigen oder dicken Haaren auf Stellen, wo vorher offene
Stellen waren.

Pickel, die schmerzen und und nicht verschwinden und die man nicht ausdrücken
kann. Ihr Inhalt wird beim Ausdrücken genau so empfunden wie der der Splitter,
er ist feucht, hält aber zusammen.
Ausschläge, die ungewöhnlich sind die aus keinem erkennbaren Grund plötzlich
erscheinen und ebenso schnell wieder verschwinden. Sie treten oft dort auf,
wo klebende Verbände angewandt wurden
Veränderungen im Hautpigment (Haut wird heller oder dunkler, was bei
helleren Hauttönen schwieriger zu sehen ist). Unbewegliche oder „kriechende“
wurmartige Formen können unter der Hautoberfläche beobachtet werden.
Die Haut verliert ihre Elastizität und scheint zu sacken, besonders in Wärme,
weniger bei kälteren Temperaturen.


Körper die Unfähigkeit, Wassertemperatur zu fühlen- heisses Wasser wird nicht
Wahrgenommen
Achtung! Dies ist sehr wichtig wenn Sie kleine Kinder oder Tiere baden.
Alkohol-Intoleranz
Starke Appetitsschwankungen
Starker Gewichsverlust oder –zunahme
Heftiges Verlangen nach bestimmter Nahrung oder völlige Appetitlosigkeit
Verdauungsprobleme
Schwellungen oder Ödeme, einschließlich von Brust-Ödemen, besonders
häufig: geschwollene Füße
Rückenschmerzen, besonders im unteren Rücken
Rücken: Nacken- und Schulterschmerzen
chronische Müdigkeit – starke Erschöpfung, völliger Abbau der Körperkräfte
Schlaflosigkeit nachts oder abnormales Schlafbedürfnis (tags und nachts)
Schwäche – Abnahme der Kräfte
Aufgetriebensein
Gelenkschmerzen
Muskelzucken oder Muskelkrämpfe
Benommenheit, Disorientiertheit, Schwindelgefühl
Anfälle
Blutdruckschwankungen
Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag aus keinem erkennbaren Grund
Leberstörungen
Abnormale Hitzegefühle und plötzlicher Verlust in der Körpertemperatur
Übermäßige Schweißabsonderung
Gefühl starken Unwohlseins bei längerem Aufenthalt in der Sonne.
Extreme Schwankungen der Körpertemperatur
Die neue „Normaltemperatur“ ist höher oder niedriger als die frühere.
Toilettengewohnheiten ändern sich, Verlust der Muskelkontrolle
Der Stuhl enthält fremdartig aussehendes Material
Der Urin enthält fremdartiges Material (Teilchen oder schwarze „Samenkörner“
und Haare, die manchmal von einer schleimartigen Substanz umgeben sind).
Inkontinenz
Ein plötzlich einsetzender Schmerz, der gleichzeitig auch auf nicht berührten
Läsionen an anderen Körperstellen einsetzt, wenn eine davon berührt wird.
Hartes, splitterartiges Material unter der Haut, das sich nur schwer und
schmerzhaft entfernen läßt. Es sieht nach dem Entfernen sehr ungewöhnlich aus.


Eingewachsenes Haar, das sich nur schwer und unter starken Schmerzen entfernen
läßt.
Haarsträhnen die ungewöhnlich dick sind und die nicht wie das übrige Haar
aussehen.
Fingernägel, die ihre Form und Beschaffenheit verändern.
Fasern oder fadenähnliches Material, das aus der Haut hervorkommt oder direkt
unter der Haut zu sehen sind, sie können schwarz, weiß, hellbräunlich, durch-
sichtig oder regenbogenfarbig sein. Einige Fasern bewegen sich selbständig.
Es gibt sich überlappende Symptome mit der Lyme-Borreliose, und die Bakterien
der Borreliose kommen auch bei der Morgellons-Krankheit vor (dies ergaben
Laborresultate bei Menschen und Tieren).


Übersetzung: Gregor Weisse

Der Link zu diesem Text:
http://morgellonsgroup.proboards.com/index.cgi?board=rermedies&action=display&th...

09.07.10

Permalink 15:27:13, Kategorien: Berichte von Betroffenen, Fachbeiträge  

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IVU e.V.
Der Vorstand
Reinhold Wirth
1. Vorsitzender

20.04.10

Permalink 13:47:48, Kategorien: Berichte von Betroffenen, Fachbeiträge  

Bericht Nr. 2 von Gregor Weisse zum Thema Morgellons

Nachfolgender Bericht von Gregor Weisse wir Ihnen hiermit gerne zur Kenntnis gebracht.
Der IVU e.V. bedankt sich bei Gregor Weisse für die Abdruckgenehmigung.

Originaltext:

G. Weiße

Beitrag Nr. 2 16.04.10

Bevor ich auf die möglichen Theorien eingehe, die zumindest im Ansatz in den USA bereits erarbeitet wurden, muß ich unbedingt ein wenig warnen:

Es muß ganz klar gesagt werden, dass die Ursache dieser merkwürdigen Krankheit bisher nicht genau ermittelt werden konnte und dass es noch keine Kur gibt. Es hat trotzdem schon vereinzelte Erfolge gegeben, denn manchmal trifft der Behandelnde eben doch das Richtige, einfach beim Experimentieren, und es soll sogar schon Spontanheilungen gegeben haben. ich würde also nie die Hoffnung aufgeben.

Professor Randy Wymore von der Tulsa University in Oklahoma und die übrigen seiner Kollegen, die zusammen mit ihm in der Holman Foundation arbeiteten sind sich über eines einig: Die Faserkrankheit ist weder auf Pilze noch auf Würmer oder sonst irgendwelche Parasiten zurückzuführen. Diese Art Kuren haben deshalb bisher auch keinen Erfolg gebracht.
Im Internet werden manchmal marktschreierisch Mittel angeboten, die angeblich die Krankheit in kürzester Zeit heilen sollen. Hier ist wirklich Vorsicht angeraten.

Ich möchte die Betroffenen auch bitten, nicht mit ihrer Haut einfach zu experimentieren.
Ich denke da besonders an Wasserstoff-Superoxyd, kolloidales Silber etc.
Das heißt aber nicht, dass man die Haut nicht behandeln kann. Der Dermatologe kann eventuell dafür sorgen, dass sich die Wunden schließen und die roten Stellen langsam verschwinden. Er wird aber eine Weile probieren und Geduld haben müssen. Ich selbst habe sehr guten Erfolg mit zwei Mitteln gehabt, mit denen ich zumindest eine Schließung der kleinen kraterartigen Wunden erreichen konnte: Einmal eine milchige Lotion, Anaesthesulf, und zum anderen eine Creme mit den Wirkstoffen des Neem-Baumes. Es lohnt sich, beides auszuprobieren. Ich muß dazu aber bemerken, dass die Krankheit bei mir nie schwer aufgetreten ist und eine Eigenblutbehandlung im Jahr 2007 guten Erfolg hatte.

Gern würde ich hier die bisherigen Erfahrungen von deutschen Ärzten, Biologen und Kliniken mit dieser Krankheit aufführen. Aber es sind mir bis heute leider noch keine bekannt.

Daher möchte ich hier einen Bericht zitieren, den ich übersetzt habe und der von einem amerikanischen Arzt stammt, der inzwischen selbst von dieser Krankheit befallen ist:
Dr. med. Gregory V. Smith, Kinderarzt. Er richtet sich mit dem Artikel direkt an seine Kollegen und schreibt wie folgt:

„Ich freue mich, dass Sie diese Information hierher gesetzt haben und hoffe, dass Sie sie nützlich finden. Meine Absicht ist, Sie von dem in Kenntnis zu setzen was ich für eine sich rapide ausbreitende ansteckende Krankheit halte. Ich habe in meiner Praxis Menschen gesehen, die an dieser Krankheit leiden, und auch Sie haben schon welche gesehen, ob Sie es wissen oder nicht.

Eines der Hauptorgane, die von der Krankheit beeinträchtigt werden ist die Haut. Die Patienten berichten von Juckreiz und stechenden Empfindungen, die sich auch wie Bisse anfühlen. Die meisten sprechen von einem Gefühl, als wenn Insekten unter der Haut kriechen. Gewöhnlich haben sie durch das Kratzen schlimme wunde Stellen bekommen. Manche haben große offene Stellen auf der Haut. Als Kinderarzt würde ich eigentlich Krätze ganz oben auf meine Diagnoseliste stellen, aber es sollten auch viele andere Krankheiten in Betracht gezogen werden.

Der Unterschied ist hier, dass viele Patienten auch andere Hautsymptome sowie Veränderungen in der Haut und an den Haaren bemerkt haben. Einige der Beschreibungen sind ziemlich ausgefallen und unterscheiden sich von allem, was ich jemals gelernt oder beobachtet habe. Offen gesagt, die Beschreibungen sind so weit von allem entfernt was die meisten von uns für typisch oder möglich halten, dass es die Glaubwürdigkeit strapaziert.

Viele Patienten berichten, dass sie „Fasern“ gesehen haben, die aus ihrer Haut austreten. Sie berichten, dass sie diese merkwürdigen Fasern, die sie noch nie zuvor gesehen hatten, in ihrer Wohnung und ihren Autos bemerkt haben.Was noch viel merkwürdiger ist, viele sagen, dass sie gesehen haben, wie lebende Insekten aus ihrer Haut hervorkamen! Viele Eltern halten es daher für angebracht, Proben zu sammeln und sie dem Arzt vorzulegen, zu dem sie gehen – und dies ist im allgemeinen ein Hautarzt.

Noch vor achtzehn Monaten war mir die psychiatrische Diagnose Insektenwahn kein Begriff. Der Ausdruck „Streichholzschachtel“-Syndrom war mir nicht bekannt. Dies ist der Ausdruck, der angewandt wird wenn Patienten, die glauben dass sie von Parasiten befallen sind, Proben von ihrer Haut sammeln und in einem Behälter (früher war dies meistens eine leere Streich-holzschachtel) ihrem Arzt vorlegen. Man hält diese Erscheinung als kennzeichnend für das Ekbom Syndrom, das inzwischen aber alllgemein Insektenwahn genannt wird.

Die Literatur in der Dermatologie hat ganz klar festgelegt, dass der Insektenwahn eine Ausschluß-Diagnose ist. Und doch wurden schon viel zuviele Patienten sofort für einen Fall für die Psychiatrie gehalten und es wurden weder Labor-Untersuchungen noch Biopsien gemacht, oft genug nicht einmal eine gründliche Hautuntersuchung. Die mitgebrachten Proben wurden gewöhnlich abgetan und weggeworfen.

Selbst wenn Patienten bei einem Psychiater waren und für vollständig geistig gesund gehalten wurden, haben Dermatologen generell die Meinung der Psychiaters ignoriert und bei dem Patienten eine Behandlung mit „Pimozide“ (eine amerikanische Droge) oder anderen stark wirkenden psychotropischen Mitteln eingeleitet. Einige Patienten haben darauf schwerwie-gende nachteilige Reaktionen gezeigt.

Patienten, die beharrlicher vorgingen berichten von mehrfachen Besuchen bei einer Reihe von Spezialärzten. Viele haben den Eindruck, dass die Ärzte sie nicht ernst nahmen und sich ihre Geschichte gar nicht angehört haben. Viele haben das Vertrauen in unser Gesundheitssystem verloren und sich einer alternativen medizinischen Behandlung oder der Selbstbehandlung zugewandt. Die Beschreibungen ihrer Selbstbehandlung hören sich erschreckend an. Sie beschränkte sich nicht einfach nur auf die örtliche Anwendung, sondern es wurden sogar Insekten-Sprühmittel eingenommen! Einige wurden auch das Opfer skrupelloser Anbieter von Alternativheilmethoden. Die Geschichten dieser Patienten weckten mein Interesse an der Faserkrankheit, wobei ich mich auch für die Behandlungen schämen muß, die hier von Mitgliedern meiner eigenen Profession angewandt wurden!

Tragischerweise scheint es so, dass die systemischen Symptome bei diesen Patienten nicht berücksichtigt werden. Anscheinend handelt es sich um eine mehrfach systemisch wirkende Krankheit, denn ein großer Teil der Patienten spricht von neurologischen, psychiatrischen und gastrointestinalen Symptomen. Beinahe alle leiden unter einer ausgeprägten Erschöpfung, welche sie stark beeinträchtigt und unter Konzentrationsschwierigkeiten, einem Versagen des Kurzzeitgedächtnisses und noch anderen kognitiven Störungen. Viele sprechen auch von dem, was man in Englisch „brain fog“ nennt, also etwa einer starken Benommenheit, die das Denken erschwert. Bei einigen wurden ADHS, eine bipolare Störung (auch: manisch-depressive Erkrankung) oder andere der Psychiatrie zugeordneten Diagnosen gestellt. Eine beträchtliche Anzahl litt unter neurologischen Schäden, zu denen auch multiple Sklerose, ALS (Amyotrophe Lateralsklerose, eine degenerative Erkrankung des Zentralnervensystems)
und andere Neuropathien gehören. Von den erkrankten Kindern bekamen ungefähr die Hälfte die Diagnose ADHS, 10% erhielten die Diagnose Autismus. (medizinische Terminologie sh. Onmeda.de, Medizin und Gesundheit).

Die persönliche Krankheitsgeschichte der meisten Patienten ist tatsächlich skurril. Die von ihnen beschriebenen Symptome und Beobachtungen erscheinen ganz und gar unglaublich. Wenn sie am eigenen Körper auftreten kann es passieren, dass man anfängt, an seinem eigenen Geisteszustand zu zweifeln. Ich weiß es. Ich habe diese Krankheit seit Mai 2004. Ich habe an meinem eigenen Körper Abläufe beobachtet, die über die Grenze des Glaubhaften hinaus gehen. Ich bekam Anfang dieses Jahres auch neurologische Symptome, die so schwerwiegend sind, dass ich seit Mai 2005 meinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Dermatologen verwenden auch den Ausdruck „Folie à deux“, wenn ein Familienmitglied oder Lebensgefährte des Patienten ebenfalls diese Symptome entwickelt. Der Ausdruck bedeutet im Wesentlichen ein von zwei Menschen geteilter Wahn. Einen ähnlichen Ausdruck benutzt man für drei betroffene Menschen, und noch einen wenn vier Menschen betroffen sind, etc. Der Ausdruck wurde sogar schon benutzt um diejenigen Ärzte zu bezeichnen, die tatsächlich genau hinschauten und dann ebenfalls der Meinung waren, dass der Patient ungewöhnliche Symptome zeigte!

Dies soll angeblich die Tatsache erklären, dass mehrere Familienmitglieder ebenfalls diese Symptome entwickeln können. Nach meiner persönlichen Ansicht macht dies nur Sinn bei Menschen, die einander gut kennen und viel Zeit gemeinsam verbringen. Es macht keinen Sinn wo Patienten, die nicht mit einander verwandt und in großer Anzahl geografisch über die gesamten Vereinigten Staaten und außerdem noch in mindestens 15 anderen Ländern verstreut sind, über beinahe genau die gleichen Symptome und Beobachtungen berichten. Es macht auch keinen Sinn, dass sehr kleine Kinder – 2 oder 3 Jahre alt – unter einem Wahn leiden sollen wenn sie diese Symptome zeigen und dann sagen, dass man die Insekten von ihrer Haut herunternehmen soll!

Morgellons ist die Bezeichnung, die wir benutzen, aber andere nennen die Krankheit „Faserkrankheit“, „Elliot’s Erkrankung“ und anderes. Jeder dieser Ausdrücke erbringt in einer Internet-Suchmaschine eine überraschende Anzahl von Treffern.“

Ich überspringe die Absätze, die von den Bemühungen der Anerkennung bei den amerika-nischen Gesundheitsbehörden handeln, obwohl ich manchmal unter dem Eindruck bin, dass die Entwicklung hier genz ähnlich verläuft. Mit Sicherheit kann ich dies aber nicht behaupten.

Dr. Smith bringt dann abschließend noch seine große Sorge über die Ausbreitung dieser Krankheit zum Ausdruck. Er glaubt nach seinen Beobachtungen an eine mögliche Verbindung zur Lyme-Borreliose und meint, dass Ärzte die sich mit dieser Krankheit befassen auch am besten über die Morgellons Bescheid wissen. Übrigens glaubt auch sein Psychiater nicht, dass er an einem Wahn leidet. Mit diesem Artikel richtet Dr. Smith sich wie bereits oben erwähnt ausdrücklich an seine Kollegen.

Dr. Smith ist Mitglied der Forschergruppe „Charles E. Holman Foundation“ und Sie finden diesen Beitrag im Netz unter

http://www.cherokeechas.com/gregs.htm

Übersetzung: Gregor Weiße

Weitere Nachforschungen im Internet (USA) zeigen mir, dass mehr als einmal beschrieben wird, wie sich merkwürdige Fasern selbst reproduzieren. Dies klingt phantastisch, doch habe ich das selbst schon beobachtet und zwar draußen in der Natur, auf Balkonen oder an der Außenseite von Fenstern. Wo und ob hier ein Zusammenhang besteht, kann ich als Laie nicht sagen, aber es scheint heutzutage nichts so fantastisch als dass es nicht schon in irgend einer Weise durchgeführt werden könnte. Zu welchen Zwecken – ich weiß es nicht. In dem Material der Fasern soll unter anderem Silikon festgestellt worden sein. Sie bewegen sich teilweise ganz deutlich, mit ruckhaften Bewegungen und die Masse der gesamten Fasern nimmt relativ schnell zu. Bei oberflächlichem Hinschauen hält man das Ganze für Spinnweben, wenn man es aber näher untersucht, so zeigt sich eine graue Masse von ineinander verschränkten, sehr feinen kurzen Fasern, die einen leicht violetten Schimmer haben. Nimmt man davon eine Probe und steckt sie in einen Plastikbeutel, den man anschließend fest zuklebt, dann kann man beobachten, wie die grau-violette Farbe verschwindet und das Ganze schnell schwärzlich wird.

14.02.10

Permalink 17:31:23, Kategorien: Berichte von Betroffenen  

Start einer Beitragsserie über Morgellons von Gregor Weiße

Wir bedanken uns bei dem Autor der Beitragsserie über Morgellons. Wir werden diese Serie in loser Folge hier auf dieser Seite einstellen.

Eine Krankheit, die bisher keinen offiziellen Namen hat: Morgellons

Wenn Sie einen Medziner nach dieser Krankheit fragen, so wird er in den meisten Fällen betroffen aussehen, den Kopf schütteln und Ihnen erklären, dass er nichts von dieser Krankheit wisse und auch nicht glaubt, dass etwas Entsprechendes existiert.

Was soll man also von den Beschreibungen des Patienten, von den vielen Berichten mitsamt Fotos halten, die man im Internet in großer Zahl findet?

Die Vernunft gebietet, dass man sich aufrichtig geschriebene Berichte ansieht, die von Kranken ohne emotionale Beitöne und sensationelle Anklagen geschrieben wurden. Vor allem fragt man sich natürlich, ob hier schon wirklich Forschung stattgefunden hat und wenn ja, was bisher etabliert werden konnte. Es reicht nicht, den Kranken in mehr oder weniger verhüllter Form zu sagen, dass sie nicht bei Trost seien.

Die Symptome sind allerdings skurril genug: Zuerst fallen die roten Flecken auf, die sich auf der Haut bilden. Es gibt leuchtendrote, punktförmige, nicht viel größer als ein Stecknadelkopf. Andere sind ca. 5 – 10 mm im Durchmesser und blaßrosa bis kräftigrosa, und dann diese offenen Stellen, die kleinen Krater, die sich nicht schließen wollen. Wenn man sie mit einer Lupe mit 10x – 12x Vergrößerung anschaut, sieht man in der Wunde oft kleine Fasern in verschiedenen Farben. Auch winzige schwarze Krümel werden beobachtet, die aussehen wie Pfeffer. Und dann merkwürdige ovale oder runde Gebilde, die der Kranke in seiner Umgebung findet, vor allem auf dem Bettlaken: Sie sind aus festem Material das aussieht wie schmuddeliges Plastik und aus ihnen schauen wiederum diese merkwürdigen Fasern heraus.

Auch unter den Nägeln kommen die Fasern hervor und wenn der Patient sich die Mühe macht, seinen Urin zu filtern, findet er auch hier die gleichen Fasern. Beim Reinigen des Gehörganges kommen sie um Vorschein und überdies treten kleine, scharfkantige Krümel aus dem Tränenkanal aus. Viele Kranke merken das nicht sofort und spüren nur ein ständiges Kratzen im Auge. Schließlich entzünden sich die Augen und es können dadurch auch Beschädigungen der Hornhaut entstehen.

Es kann vorkommen, dass sich plötzlich ein Riss in der Haut auftut, als sei jemand mit einem scharfen Gegenstand darüber gefahren. Diese Risse können bis zu 8 cm lang sein. Es passiert auch, dass sich größere Strecken der Haut schwachrosa färben oder im späteren Stadium ganze Strecken der Haut aufbrechen und nicht mehr abheilen. Die Krankheit ist zuerst in den Vereinigten Staaten aufgetreten und wurde dort schon 2002 beobachtet. Sie ist in den wärmeren Klimagegenden in vergleichbar schwererer Form zu beobachten ist als z.B. in Europa.

Als weitere Symptome sind zu beobachten: Ein allgemeines Schwächegefühl, Schwindel und nachlassendes Gedächtnis. Bei vielen Patienten entsteht ein quälender Juckreiz, der auf einfache Hausmittel nicht anspricht und häufig zu der Diagnose „Prurigo“ führt. Es wurden auch Sehstörungen berichtet und unwillkürliche Bewegungen des Augapfels.

Insgesamt wurden von Forschern in den USA schon 163 verschiedene Samptome gezählt (laut Dr. Hildegarde Staninger, einer erfolgreichen Industrie-Toxikologin). Bei einer mikroskopischen Dunkelfeld-Untersuchung fand sie bei einer Patientin Silikon im Blut.

Die Vermutungen gehen dahin, dass möglicherweise Bakterien zusammen mit Pilzen für diese neue Krankheit verantworlich sind. Die Meinungen gehen aber auseinander, es gibt mehrere Ansätze.

Ist die Krankheit schon chronisch, sind oft auch andere Infektionen vorhanden, z.B. eine Lyme-Borreliose oder Collembolen. Tatsächlich findet man bei einigen Patienten in der mikroskopischen Untersuchung der Haut Teile von Insekten. Die amerikanischen Forscher sind sich aber über eines im Klaren: Bei dieser Krankheit handelt es sich weder um eine reine Hautkrankheit noch um einen Insektenbefall. Sie befällt das gesamte System. Die Insekten deuten auf eine Ko-Infektion hin.

Ich halte es für unbedingt notwendig, dass soviel Aufklärung wie möglich erfolgt, auch wenn noch nicht feststeht, um was es sich hier wirklich handelt. Wir leben in einem Zeitalter, in dem in immer schnellerer Folge neue Erfindungen auf technischen wie auch biologischen Forschungssektoren gemacht werden und eine Folge davon wird sein, dass zwangsläufig immer wieder einmal neue Krankheiten auftauchen.

Leider läßt sich das Thema nicht in Kurzform abhandeln – Texte dieser Art sind schon reichlich im Internet vorhanden und zum Teil auch ausgezeichnet. Da in Europa meines Wissen bisher keine Forschung stattfindet, möchte ich allen, die daran interessiert sind, Übersetzungen der gekürzten Artikel zugänglich machen, die amerikanische Forscher im Internet zur Verfügung stellen. Das erste, unmittelbare Ziel ist, zu verhindern dass viele dieser Patienten mit der Diagnose „Insektenwahn“ versehen und an die Psychiatrie weiter überwiesen werden.

Im möchte nun noch einige Ratschläge aufführen, mit denen viele Kranke zumindest Erleichterung erfahren:

Einige Ärzte, die bereits viele dieser Patienten hatten halten es für wichtig, dass die Funktion der Schilddrüse und der Status der B-Vitamine geprüft wird, besonders des Vit. B12.
Es sollte auf verborgene Infektionen untersucht werden und da wir alle schon mit Schwermetallen belastet sind, ist eine Schwermetall-Ausleitung sehr wichtig. Parasitenkuren haben sich als unwirksam erwiesen und die amerikanischen Ärzte raten sehr davon ab.

Man sollte die Augen regelmäßig mit einer Augenbadewanne spülen, entweder einfach mit lauwarmem Wasser oder einer künstlichen Tränenflüssigkeit, die aber nicht zu zähflüssig sein sollte. Liquifilm ist sehr gut geeignet, Kamillentee aber z.B. nicht, weil dann bei einer längeren Behandlung die Schleimhäute zur Austrocknung neigen.

Gute Erfahrungen wurden auch gemacht, was die Ausheilung der offenen Hautstellen betrifft: Anaesthesulf (Dr. Ritser) leistet gute Hilfe, aber auch eine Creme mit möglichst hohem Wirkstoffanteil an Neem (oder Niem). Im Gesicht empfiehlt sich allerdings besser eine etwas schwächere Konzentration des Wirkstoffes. Es gibt verschiedene Cremes. Aus den Neem-Blättern läßt sich ein Sud zum Waschen und Baden herstellen und man kann natürlich einen Tee daraus bereiten. Die Produkte werden im Internet angeboten.

Über die Wirksamkeit des MMS (Jim Humble) oder des kolloidalen Silber kann ich wenig sagen außer, dass damit anscheinend noch keine allzu großen Erfolge erzielt wurden. Ich kann mich aber natürlich hier nicht festlegen, da es ja keine Statistik gibt.

Sollte ich von weiteren erfolgreichen Behandlungen erfahren, so werde ich gern hier darüber berichten.

Was ich hauptsächlich tun möchte ist, nacheinander die wörtlich übersetzten Kurz-Artikel der amerikanischen Forscher hier aufführen, auch wenn wie gesagt noch keine genauen Theorien feststehen und bisher auch noch keine wirklich erfolgreiche Behandlung dieser Krankheit bekannt ist. Die Kommentare von Fachleuten zu diesen Artikeln wären sehr wichtig und würden uns vielleicht schneller weiter bringen als bisher gehofft! Abwertende Bemerkungen über die Patienten sollten dabei allerdings nicht fallen – denn sie helfen nicht weiter, sondern verletzen nur.

Ich wünsche allen Betroffenen gute Besserung.

Gregor Weiße

September 2010
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