Von unserem Mitglied Gisela Segieth erhielt ich den nachfolgenden Bericht aus der Neuen Rheinischen Zeitung (NRhZ) zugemailt, den ich unkommentiert hier einstelle.
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14492
Medien
"Wer hat noch nicht, wer will noch mal"
Schweinegrippe mit Günther Jauch
Von Gisela Segieth
In Köln, da sind die Jecken los! Ob es daran gelegen hat, dass Günther Jauch am 11.11. während der Sendung SternTV die Zuschauer im RTL-Studio in Köln-Hürth dazu einlud, sich vor Ort gegen die „Wutzefregg“ impfen zu lassen, wie wir im Saarland die „Schweinegrippe“ nennen? Oder war er etwa schon bei der morgendlichen Rathausstürmung dabei? Wie auch immer - Jauchs Beitrag zur „Schweinegrippe“ gestaltete sich frei nach dem Motto: "Wer hat noch nicht, wer will noch mal“.
Bild:
Cartoon: Kostas Koufogiorgos
Dabei wäre es höchste Zeit gewesen, objektive Fakten zum Pro und Contra der Impfung gegen die „Neue Influenza“ zu erfahren. Doch ebenso herzlich, wie im Karneval in Köln Kamellen verteilt werden, hat er pünktlich zum Karnevals-Auftakt seinen Zuschauern vor Ort die Impfung gegen „Schweinegrippe“ angeboten. Zu diesem „Scherz“ waren dann auch gleich vierzehn BesucherInnen Ort bereit, die direkt bei RTL von einem damit beauftragten Mediziner geimpft wurden.
Ob daran wirklich nur der beginnende Fasching schuld war? Das werden wir wohl nie erfahren. Doch fragen dürfen wir wohl: Gab es ein so gutes Angebot des Pharmariesen GSK (GlaxoShmithKline), dass Günther Jauch und seine Produktionsfirma I & U TV nicht ablehnen konnten? Oder wurde ihm dafür von Seiten der Bundesregierung - und den damit verbundenen „Öffentlich Rechtlichen“ - endlich die Politsendung angeboten, von der er immer schon geträumt hat?“ Wer weiß!
Scherzartikel?
Oder ist die „Schweinegrippe“-Impfung nur ein „Scherzartikel“, der die Karnevals-Session 2009/2010 mal so richtig anheizen soll? Warum aber dauerten dann die Vorbereitungen dazu bereits seit April 2009 an? Und warum gibt es überhaupt noch Zweifel an diesem Impfstoff, wenn Günther Jauch mit ihm sogar seine Scherze treiben kann? Ein Mensch wie er würde doch nicht, oder…? - Doch, gerade ein Mensch wie er, schließlich verdient er nicht schlecht an seiner Sendung. Skrupel? Die hatte er dabei sicher nicht, versuchte er doch nur, den ahnungslosen Bürgern die Angst vor der „Schweinegrippe“ und dem Impfstoff zu nehmen.
Einer musste sich da doch mal einschalten und die Situation klären, nachdem „unsinniger Weise“ dieser Impfstoff durch Presseerklärungen, wie der des dbu (Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner), so heftig diskutiert wird.*1
Oder Gesundheitsrisiko?
Der dbu hatte nämlich bereits am 26. Oktober mit folgenden Worten vor dieser Impfung gewarnt: „Der „Schweinegrippe-Impfstoff“ ist für Patienten mit chronischen Multisystemerkrankungen ungeeignet!*2 Denn Pandemrix® stellt wegen fehlender Sicherheitsnachweise ein erhebliches Gesundheitsrisiko bei Massenimpfungen dar!!!“
Hätten die Umweltmediziner einfach den Mund gehalten, wie es sich gehört, dann hätte Günther Jauch diesen Sendebeitrag gar nicht produzieren müssen. Oder doch? Was sollte er denn machen, als ihm statt Kamellen für den Karnevalsauftakt ausschließlich Pandemrix® geliefert wurde? Irgendwohin musste er doch damit.
Bazillenschleuder…
Und außerdem hatte diese „Neue Grippe“ ihn doch selbst fest im Griff, als er am 27. April 2009 „Wer wird Millionär?“ moderierte. Damals sah man ihn als verantwortungslose Bazillenschleuder von RTL. Akut an „Schweinegrippe“ erkrankt ließ er seine MitarbeiterInnen und Gäste in den Genuss kommen, sich ein direktes Bild von dieser Infektionskrankheit zu machen und sich gegebenenfalls gleich von ihm anstecken zu lassen.
Man erinnere sich an das heldenhafte Bild des Moderators, der röchelnd am Mikrophon hing und zeitweise nur noch in der Lage war, sich via Zeichensprache zu verständigen. Teilweise musste sogar die Kandidatin Tamara Kastl seine Rolle mitübernehmen.*2 Denn weder literweise Kamillentee noch Bonbons halfen dem Ärmsten, an diesem Abend seine Stimme zu retten.
…aber angeblich auch “Arbeitnehmer“
Dennoch frotzelte er: „Es ist doch nicht mit anzusehen, wenn sich der durchschnittliche Mexikaner bei der ersten kleinen Grippe gleich zum Sterben hinlegt. Aus diesem Grund habe ich meine leichte Unpässlichkeit genutzt, um einmal die Moral und das Durchhaltevermögen des deutschen Arbeitnehmers zu demonstrieren. Auf der einen Seite möchte ich damit die Kolleginnen und Kollegen in ganz Deutschland ermuntern, gerade jetzt in den Betrieben am Ball zu bleiben. Auf der anderen Seite verstehe ich das auch als ein Signal an die Weltgemeinschaft und verspreche mir davon im Ausland gute Werbung für deutsche Wertarbeit.“ *3
Inzwischen hat Jauch, der - nebenbei bemerkt - seit Gründung seiner Produktionsfirma I & U TV im Sommer 2000 „Arbeitgeber“ und nicht mehr „Arbeitnehmer“ ist, die „Wutzefregg“, im Gegensatz zu den derzeit ca. 55.000 Infizierten weltweit, glimpflich überstanden. Er braucht sich also auch keine Gedanken über „Impfung oder nicht“ zu machen. Das kann man angesichts der angeblich 10.212 Toten, die die Schweinegrippe bis dato insgesamt weltweit gefordert haben sollte, leider nicht für alle sagen. Was noch geschehen wird, steht in den Sternen. Auch wie viele Opfer der Impfstoff Pandemrix® fordern wird - ganz gleich ob als chronisch Kranke oder als Tote - kann niemand voraus sagen.
Keine Warnungen in den Sendern…
Die ersten Toten durch den Impfstoff gibt es laut Medien angeblich bereits seit geraumer Zeit im europäischen Ausland *4*5 Und am Montag/Dienstag, 16./17. November, berichtete neben dpa und anderen Zeitung die Frankfurter Rundschau: „Ein Todesfall in Thüringen schürt neue Ängste vor der Schweinegrippe-Impfung. Der 55-jährige, zuvor offenbar gesunde Mann aus Leinefelde starb in der Nacht zum Freitag, nachdem er am Donnerstag Pandemrix erhalten hatte. Ob sein Tod mit der Impfung zusammenhängt, wird untersucht.“ Dennoch gibt es bis dato offenbar nicht einen einzigen Bericht in Hörfunk oder Fernsehen, der nachdrücklich vor dem Impfstoff warnt und dafür sorgt, dass dieser Impfwahnsinn endlich aufhört, denn viel zu viele verdienen daran.
Aber ganz gleich was weiter passiert: Arzneimittelhersteller, Zulieferer und ebenso die impfenden Ärzte sind aus dem Schneider, denn die Beweislast liegt beim betroffenen Patienten. Der muss im Zweifel das Gericht davon überzeugen, dass er durch genau dieses Medikament geschädigt worden ist - ein Prozess, der Jahre dauert, viel Geld kostet und in diesem Fall völlig aussichtslos ist. Denn die Verantwortung liegt bei der Bundesregierung. Die nämlich machte, schon durch die Auswahl des Impfstoffs gegen die „Schweinegrippe“, die Entscheidung „Impfung oder nicht?“ zur rein politischen Entscheidung und legte sie in die Obhut der Länder. Der impfende Arzt wird dadurch zum „impfenden Organ“, weil nicht er entscheiden kann, welcher der insgesamt vier (!!!) zur Verfügung stehenden Impfstoffe für den jeweils in Frage kommenden Patienten verwendet wird, sondern weil Politiker das längst entschieden haben, obwohl sie keineswegs über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügen. Hätten die Mediziner in den entsprechenden Gremien gesessen und nicht Politiker, hätten manche von ihnen sicherlich eine andere Entscheidung bezüglich des Impfstoffs getroffen.
…aber Täterschutz und Steuereinnahmen
Trotzdem können von Folgeschäden Betroffene auch die Entscheider in der Politik nicht zur Verantwortung ziehen. Die haben nämlich auch entschieden, dass die Meldepflicht wegfällt. Durch diesen Trick jedoch wird später niemand eine klare und justitiable Aussage darüber machen können, ob das Impfen den Menschen mehr geschadet hat als die „Schweinegrippe“ selbst!!!
Fakt ist also: Durch das in Deutschland geltende „Täterschutzgesetz“ wird so gut wie niemand eine echte Chance haben, einen Prozess gegen die Bundesregierung zu gewinnen. Und das obwohl sie mit zu den „Spitzenverdienern“ der Impfung gehört. Man denke nur an die vielen Steuergelder, die sie durch die Impfungen einnehmen wird.*6
„Im Schweinsgalopp ins Impfchaos“
Umweltmediziner und andere Institutionen warnen schon lange, und auch die Neue Rheinische Zeitung bezog bereits in den Flyern Nr. 196 vom 6.5.2009*7, Nr. 197 vom 13.5.2009*8 und Nr. 222 vom 4.11.2009*9 Stellung zum Thema „Schweinegrippe“. Doch die Verantwortlichen schweigen nach wie vor dazu. Also weiter „Im Schweinsgalopp ins Impfchaos“, und wenn es nicht anders geht auch mit Jauch.
Ob die „Neue Grippe“ dieses Jahr wirklich die gefährlichste Krankheit für den Menschen wird, bleibt abzuwarten. Man sollte aber über der ganzen Diskussion um die „Schweinegrippe“ nicht vergessen, dass es noch andere Krankheiten gibt, die den Menschen in dieser kalten Zeit noch heftiger zusetzen könnten. Deshalb werden wir in den nächsten Ausgaben über einige saisonale Krankheiten wie Influenza, Norovirus und die Herbst-Winter-Depression berichten... (PK)
*1http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2009/04/28/guenther-jauch/moderiert-bei-rtl-mit-stimmbandentzuendung.html
*2http://de.uncyclopedia.org/wiki/UnNews:Jauch_moderiert_trotz_Schweinegrippe
*3http://www.dbu-online.de/fileadmin/news/Pressemitteilung_dbu_Impfstoff_Pnademrix.pdf
*4http://info.kopp-verlag.de/news/schweinegrippe-impfung-deutsche-medien-schweigen-verdaechtige-todesfaelle-tot.html
*5http://www.urbia.de/archiv/forum/th-2314746/Die-ersten-Toten-nach-der-Schweinegrippenimpfung-in-Norwegen.html
*6https://www.xing.com/net/gruene/wissen-was-drin-ist-verbraucherschutz-und-information-fur-gut-uberlegte-kaufentscheidungen-und-sicherheit-410372/im-schweinsgalopp-ins-impfchaos-gro%C3%9Fter-pharma-feldversuch-und-wir-die-versuchskaninchen-25303078/25727206/
*7 http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13739
*8 http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13767
*9 http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14438
Online-Flyer Nr. 224 vom 18.11.2009
© 2009
NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung
bzw. gekennzeichnete AutorInnen / Institutionen
Den folgenden Beitrag bekam ich von Foodwatch heute zugemailt. Ich stelle ihn Euch unkommentiert hier hinein. Ich denke, hier sollte sich jeder selbst ein Bild der neuen Regierung machen.
Newsletter: Schwarz-Gelbe Ampelkoalition
Hallo und guten Tag, 09.11.2009
die Ampelkennzeichnung führe die Verbraucher „in die Irre“, behauptet die neue Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag. Diese Formulierung ist allein schon deshalb interessant, weil sie wortgleich von Lobbyisten der Lebensmittelindustrie verwendet wird. Überhaupt entspricht das schwarz-gelbe Verbraucherleitbild ziemlich exakt dem von Nestlé, Unilever & Co.: Bloß keine neuen Informations- und Transparenzpflichten für Hersteller oder Handel – lieber die Verbraucher durch „Ernährungsbildung“ zu Lebensmitteldetektiven ausbilden. Am Ende ist selbst schuld, wer den Gelschinken nicht vom echten unterscheiden kann.
foodwatch hat die Passagen des schwarz-gelben Koalitionsvertrages zur Verbraucher- und Landwirtschaftspolitik genau analysiert. Das Fazit ist ernüchternd. Oftmals ist gar kein Konzept zu erkennen: Das Verbraucherinformationsgetz solle reformiert werden, stellen Union und FDP richtig fest – doch in welche Richtung, sagen sie nicht. Andere Sätze im Koalitionsvertrag sind nichtssagend und folgenlos: Auf Lebensmittelverpackungen dürfe „nur drauf stehen, was drin ist“. Klingt gut – ist bei genauerem Überlegen aber die pure Selbstverständlichkeit und längst in Gesetzen geregelt. Außerdem wäre es ja noch schöner, wenn auf den Packungen plötzlich auch drauf stehen dürfte, was nicht drin ist. An anderen Stellen wiederum verspricht das schwarz-gelbe Bündnis wie selbstverständlich Regelungen – wie eine bessere Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten – die die Bundesregierung gar nicht selbst erlassen, sondern allenfalls auf EU-Ebene anstoßen kann.
Und so verhält es sich auch bei der Nährwertkennzeichnung. Offenbar wollten Union und FDP das Signal senden: Die Ampel ist vom Tisch. Richtig aber ist: Die Entscheidung fällt frühestens im Mai 2010, und zwar nicht in Berlin, sondern in Brüssel – und dort ist Deutschland ein Land von 27. Während sich die alte und neue Verbraucherministerin Ilse Aigner in der Großen Koalition noch scheinbar offen gab, agierte sie hinter den Kulissen in Europa gegen die Ampelkennzeichnung. In der neuen Regierung tut sie dasselbe, nun aber mit offenem Visier. Das ist der bislang einzige Transparenzgewinn für die Verbraucher durch den schwarz-gelben Koalitionsvertrag.
Umso wichtiger ist es, dass die Verbraucher den Politikern in Europa weiterhin klar machen, dass sie die Ampel wollen. 40.000 haben dies online bei der foodwatch-Mitmachaktion bereits getan. Sagen Sie es bitte Ihren Freunden und Bekannten weiter, damit es noch mehr werden!
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Herausgeber
foodwatch e.V.
Sarah Ruhland
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Info-Hotline: 030 - 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 Nz, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.
PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen
NR. 0874
Datum: 29. Oktober 2009
Schluss mit Giften im Alltag
Anlässlich der wiederholten Funde von Giften
in Alltagsgegenständen
erklärt Nicole Maisch MdB:
Ob Weichmacher in Kinderschnullern und
Fußballtrikots oder Schadstoffe
in Kinderwagen, fast jede Woche wiederholen
sich die Meldungen über
Gifte in unseren Alltagsgegenständen. Damit
muss endlich Schluss sein.
Dänemark zeigt mit seiner aktuellen
Initiative, wie es geht. Die
dänische Regierung will bestimmte Gifte
generell verbieten lassen, auch
wenn die EU dabei nicht mitspielt. Außerdem
will sie eine
Gesetzesinitiative zu nationalen
Verkaufsverboten auf den Weg bringen.
An so viel Tatkraft und Mut zum Alleingang
sollte sich die deutsche
Bundesregierung ein Beispiel nehmen.
Wir fordern schon lange, dass Gifte aus
unserem Alltag verschwinden.
Jetzt muss Ilse Aigner aktiv werden und
zeigen, dass sie nicht nur
Bauernlobbyistin, sondern auch
Verbraucherschützerin ist.
(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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T: 030 / 227 - 5 72 12
F: 030 / 227 - 5 69 62
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Foddwatch mailte uns soeben den untenstehenden Bericht mit der "Zuerkennung des Goldenen Windbeutel" an Danone für deren produkt Actimel, den ich euch nicht vorenthalten möchte.
Hallo und guten Tag,
mehr als 35.000 Verbraucher haben abgestimmt und auf abgespeist.de den schlimmsten Fall von Etikettenschwindel gekürt. Nun steht der "Gewinner" fest: Der vermeintliche Wunderjoghurt Actimel bekam satte 47 Prozent der Stimmen und ist damit aus Verbrauchersicht die größte Werbelüge des Jahres. Der Drink ist überteuert, zuckersüß und kann keineswegs vor Erkältungen schützen, wie der Hersteller in seiner Werbung suggeriert. Dreist, dreister, Danone: Zu Recht erhielt der Konzern am vergangenen Freitag den "Goldenen Windbeutel 2009" für seine überzogenen Gesundheitsversprechen, mit denen er seinen Kunden das Geld aus der Tasche zieht.
Zu der von foodwatch beabsichtigten Preis-Übergabe am Deutschland-Sitz von Danone nahe München kam es jedoch nicht. Der Preisträger zeigte sich so verschnupft, dass nicht einmal mehr eine ganze Palette Actimel geholfen hätte – Danone wollte den Verbraucher-Preis einfach nicht annehmen. Dafür informierte aber ein menschengroßes Actimel-Fläschchen Passanten in der Münchener Innenstadt über den großen Joghurt-Schwindel. Bilder und ein Film von der foodwatch-Aktion sind jetzt online abrufbar unter http://www.abgespeist.de/der_goldene_windbeutel/die_aktion/, die Details zum Ausgang der Wahl stehen unter http://www.abgespeist.de/der_goldene_windbeutel/das_ergebnis/.
Und während bei Danone von Einsicht keine Spur ist, zeigt die abgespeist.de-Kampagne erste Erfolge. Zum Beispiel beim "Biene Maja"-Drink von Bauer, mit 19 Prozent Zweitplatzierter der Windbeutel-Wahl. Jahrelang wurde Eltern vorgegaukelt, es handele sich hierbei um ein ausgewogenes Kindergetränk – dabei enthält es deutlich mehr Zucker als Cola. Zum Jahreswechsel nahm Bauer die Zuckerbombe nun vom Markt. Die pummelige Biene hat ausgeflogen, stattdessen ist der etwas schlankere Hase "Bugs Bunny" ins Kühlregal gehoppelt – immerhin mit weniger, wenn auch noch immer nicht wenig Zucker. Noch im Laufe der Wahl zum Goldenen Windbeutel reagierte auch Eckes-Granini: Der "Frucht-Tiger", der wegen der zugesetzten Citronensäure (E 330) die Zähne stark an-greift, wird nun nicht mehr irreführend als "gesunder Durstlöscher" beworben.
Das alles zeigt: Verbraucher brauchen sich die legalen Tricks und Täuschungen der Industrie nicht länger gefallen zu lassen. "Gratulieren" Sie deshalb jetzt Danone zum "Goldenen Windbeutel 2009" und protestieren Sie gegen unhaltbare Werbeversprechen von Actimel, online bei unserer Mitmach-Aktion unter http://www.abgespeist.de/actimel/mitmachen/beschwerde_e_mail_an_danone/. Und natürlich wird foodwatch der Industrie auch in Zukunft auf die Finger schauen. Spätestens seit vergangenem Freitag ist klar: Für windige Werbung gibt’s den Goldenen Windbeutel!
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Herausgeber:
foodwatch e. v., martin rücker (v.i.s.d.m.), brunnenstr. 181, 10119 berlin, germany
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 Nz, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.
hier ein interessanter Artikel, den uns FET e.V. freundlicherweise zum Abdruck freigegeben hat, mit der Bitte um Beachtung.
FET e.V. schrieb:
* “High Fat”- Kost für “Low Fat”- Blut?*
*Aachen (fet) – Aktuelle Studien stellen den schlechten Ruf
fettreicher Lebensmittel in Frage und belegen den Nutzen einer
kohlenhydratärmeren Ernährung bei erhöhten Blutfettwerten. Die
einseitigen Ernährungsempfehlungen für verschiedene Erkrankungen sind
damit einmal mehr als fragwürdig.*
Die Supermarktregale sind voll mit fettreduzierten Lebensmitteln und
Light-Produkten. Trotz dieser „hervorragenden“ Ausrichtung der
Lebensmittelindustrie auf unsere Bedürfnisse werden wir immer kränker.
Verbraucher greifen bevorzugt zu solchen Produkten, gilt eine
fettreiche Ernährung gemeinhin als ungesund und als Übeltäter für
Übergewicht, Diabetes mellitus sowie koronare Herzerkrankungen.
Wissenschaftler der Pennsylvania State University verglichen nun 30
Studien und zeigten damit, dass die allgemeine Fettphobie unberechtigt
ist (1). Nahmen die Teilnehmer mehr Fett auf als offiziell empfohlen,
normalisierten sich deren Blutfettwerte deutlicher als beim sparsamen
Verzehr. Insbesondere verbesserte sich das Verhältnis von
Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin, ein Maß zur Abschätzung des
Arterioskleroserisikos. Weniger überrascht hat die Tatsache, dass vor
allem Diabetiker von dieser Ernährung profitieren.
Auch die Befürchtung, dass der Griff zur fettreicheren Variante
Übergewicht fördert, trifft nicht zu. Teilnehmer einer aktuellen
Studie der Universität Connecticut nahmen mit dieser Ernährungsweise
mehr ab, als durch getreidebetonte Kost (2). Auch hier profitierte das
Herz-Kreislaufsystem von kohlenhydratärmeren Speisen.
Interessanterweise verbesserte sich das Blutbild trotz des hohen
Anteils an gesättigten Fettsäuren. Tierische Produkte wie Fleisch,
Eier und Milchprodukte enthalten hohe Mengen dieser Fettsäuren, die
als arteriosklerosefördernd gelten. Die Studienergebnisse zweifeln nun
auch diese pauschale Beurteilung an. So sind die allseits beliebten
Light-Produkte, die im Gegensatz zu ihren natürlichen Vertretern
häufig hohe Zucker- oder Süßstoffgehalte aufweisen, wohl schädlicher
als das gefürchtete tierische Fett.
Gerade bei erhöhten Blutfettwerten ist somit eine eiweiß- und
fettbetonte Kost mit qualitativ hochwertigem Fleisch, Fisch, Ölen und
Milchprodukten sowie einem hohen Anteil an stärkearmen, vitaminreichen
Gemüsen und Beerenobst empfehlenswert.
Redaktion: Christine Langer
Quellen:
(1) Yumei C et al.: Effects of moderate (MF) versus lower fat (LF)
diets on lipids and lipoproteins: a meta-analysis of clinical trials
in subjects with and without diabetes. J Clin Lipidol; 3; 19-32: 2009
(2) Volek et al.: Carbohydrate restriction has a more favorable impact
ahead of print]
Kontakt:
Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.
An den Frauenbrüdern 2, 52064 Aachen
Tel.: 0241 - 96 10 316
Fax.: 0241 - 96 10 322
Email: presse@fet-ev.eu mailto: presse@fet-ev.eu
URL: http://www.fet-ev.eu
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eingestellt 26.2.2009
von R. Wirth, Vors. IVU e.V.
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Presseberichte, Mitgliederberichte und Erfahrungsberichte