Kategorie: Umwelterkrankungen

04.11.09

PRESSEMITTEILUNG SCHLUSS MIT GIFTEN IM ALLTAG

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0874
Datum: 29. Oktober 2009

Schluss mit Giften im Alltag

Anlässlich der wiederholten Funde von Giften
in Alltagsgegenständen
erklärt Nicole Maisch MdB:

Ob Weichmacher in Kinderschnullern und
Fußballtrikots oder Schadstoffe
in Kinderwagen, fast jede Woche wiederholen
sich die Meldungen über
Gifte in unseren Alltagsgegenständen. Damit
muss endlich Schluss sein.

Dänemark zeigt mit seiner aktuellen
Initiative, wie es geht. Die
dänische Regierung will bestimmte Gifte
generell verbieten lassen, auch
wenn die EU dabei nicht mitspielt. Außerdem
will sie eine
Gesetzesinitiative zu nationalen
Verkaufsverboten auf den Weg bringen.
An so viel Tatkraft und Mut zum Alleingang
sollte sich die deutsche
Bundesregierung ein Beispiel nehmen.

Wir fordern schon lange, dass Gifte aus
unserem Alltag verschwinden.
Jetzt muss Ilse Aigner aktiv werden und
zeigen, dass sie nicht nur
Bauernlobbyistin, sondern auch
Verbraucherschützerin ist.

(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Pressestelle
11011 Berlin

T: 030 / 227 - 5 72 12
F: 030 / 227 - 5 69 62
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eMail: presse@gruene-bundestag.de

24.03.09

Verbraucherpreis GOLDENER WINDBEUTEL für Danone und Actimel

Foddwatch mailte uns soeben den untenstehenden Bericht mit der "Zuerkennung des Goldenen Windbeutel" an Danone für deren produkt Actimel, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Hallo und guten Tag,

mehr als 35.000 Verbraucher haben abgestimmt und auf abgespeist.de den schlimmsten Fall von Etikettenschwindel gekürt. Nun steht der "Gewinner" fest: Der vermeintliche Wunderjoghurt Actimel bekam satte 47 Prozent der Stimmen und ist damit aus Verbrauchersicht die größte Werbelüge des Jahres. Der Drink ist überteuert, zuckersüß und kann keineswegs vor Erkältungen schützen, wie der Hersteller in seiner Werbung suggeriert. Dreist, dreister, Danone: Zu Recht erhielt der Konzern am vergangenen Freitag den "Goldenen Windbeutel 2009" für seine überzogenen Gesundheitsversprechen, mit denen er seinen Kunden das Geld aus der Tasche zieht.

Zu der von foodwatch beabsichtigten Preis-Übergabe am Deutschland-Sitz von Danone nahe München kam es jedoch nicht. Der Preisträger zeigte sich so verschnupft, dass nicht einmal mehr eine ganze Palette Actimel geholfen hätte – Danone wollte den Verbraucher-Preis einfach nicht annehmen. Dafür informierte aber ein menschengroßes Actimel-Fläschchen Passanten in der Münchener Innenstadt über den großen Joghurt-Schwindel. Bilder und ein Film von der foodwatch-Aktion sind jetzt online abrufbar unter http://www.abgespeist.de/der_goldene_windbeutel/die_aktion/, die Details zum Ausgang der Wahl stehen unter http://www.abgespeist.de/der_goldene_windbeutel/das_ergebnis/.

Und während bei Danone von Einsicht keine Spur ist, zeigt die abgespeist.de-Kampagne erste Erfolge. Zum Beispiel beim "Biene Maja"-Drink von Bauer, mit 19 Prozent Zweitplatzierter der Windbeutel-Wahl. Jahrelang wurde Eltern vorgegaukelt, es handele sich hierbei um ein ausgewogenes Kindergetränk – dabei enthält es deutlich mehr Zucker als Cola. Zum Jahreswechsel nahm Bauer die Zuckerbombe nun vom Markt. Die pummelige Biene hat ausgeflogen, stattdessen ist der etwas schlankere Hase "Bugs Bunny" ins Kühlregal gehoppelt – immerhin mit weniger, wenn auch noch immer nicht wenig Zucker. Noch im Laufe der Wahl zum Goldenen Windbeutel reagierte auch Eckes-Granini: Der "Frucht-Tiger", der wegen der zugesetzten Citronensäure (E 330) die Zähne stark an-greift, wird nun nicht mehr irreführend als "gesunder Durstlöscher" beworben.

Das alles zeigt: Verbraucher brauchen sich die legalen Tricks und Täuschungen der Industrie nicht länger gefallen zu lassen. "Gratulieren" Sie deshalb jetzt Danone zum "Goldenen Windbeutel 2009" und protestieren Sie gegen unhaltbare Werbeversprechen von Actimel, online bei unserer Mitmach-Aktion unter http://www.abgespeist.de/actimel/mitmachen/beschwerde_e_mail_an_danone/. Und natürlich wird foodwatch der Industrie auch in Zukunft auf die Finger schauen. Spätestens seit vergangenem Freitag ist klar: Für windige Werbung gibt’s den Goldenen Windbeutel!

Klicken Sie sich rein,

das foodwatch-Team

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26.02.09

"High Fat " - " Kost für Low-Fat" - Blut???

hier ein interessanter Artikel, den uns FET e.V. freundlicherweise zum Abdruck freigegeben hat, mit der Bitte um Beachtung.

FET e.V. schrieb:

* “High Fat”- Kost für “Low Fat”- Blut?*

*Aachen (fet) – Aktuelle Studien stellen den schlechten Ruf
fettreicher Lebensmittel in Frage und belegen den Nutzen einer
kohlenhydratärmeren Ernährung bei erhöhten Blutfettwerten. Die
einseitigen Ernährungsempfehlungen für verschiedene Erkrankungen sind
damit einmal mehr als fragwürdig.*

Die Supermarktregale sind voll mit fettreduzierten Lebensmitteln und
Light-Produkten. Trotz dieser „hervorragenden“ Ausrichtung der
Lebensmittelindustrie auf unsere Bedürfnisse werden wir immer kränker.
Verbraucher greifen bevorzugt zu solchen Produkten, gilt eine
fettreiche Ernährung gemeinhin als ungesund und als Übeltäter für
Übergewicht, Diabetes mellitus sowie koronare Herzerkrankungen.

Wissenschaftler der Pennsylvania State University verglichen nun 30
Studien und zeigten damit, dass die allgemeine Fettphobie unberechtigt
ist (1). Nahmen die Teilnehmer mehr Fett auf als offiziell empfohlen,
normalisierten sich deren Blutfettwerte deutlicher als beim sparsamen
Verzehr. Insbesondere verbesserte sich das Verhältnis von
Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin, ein Maß zur Abschätzung des
Arterioskleroserisikos. Weniger überrascht hat die Tatsache, dass vor
allem Diabetiker von dieser Ernährung profitieren.

Auch die Befürchtung, dass der Griff zur fettreicheren Variante
Übergewicht fördert, trifft nicht zu. Teilnehmer einer aktuellen
Studie der Universität Connecticut nahmen mit dieser Ernährungsweise
mehr ab, als durch getreidebetonte Kost (2). Auch hier profitierte das
Herz-Kreislaufsystem von kohlenhydratärmeren Speisen.
Interessanterweise verbesserte sich das Blutbild trotz des hohen
Anteils an gesättigten Fettsäuren. Tierische Produkte wie Fleisch,
Eier und Milchprodukte enthalten hohe Mengen dieser Fettsäuren, die
als arteriosklerosefördernd gelten. Die Studienergebnisse zweifeln nun
auch diese pauschale Beurteilung an. So sind die allseits beliebten
Light-Produkte, die im Gegensatz zu ihren natürlichen Vertretern
häufig hohe Zucker- oder Süßstoffgehalte aufweisen, wohl schädlicher
als das gefürchtete tierische Fett.

Gerade bei erhöhten Blutfettwerten ist somit eine eiweiß- und
fettbetonte Kost mit qualitativ hochwertigem Fleisch, Fisch, Ölen und
Milchprodukten sowie einem hohen Anteil an stärkearmen, vitaminreichen
Gemüsen und Beerenobst empfehlenswert.

Redaktion: Christine Langer

Quellen:
(1) Yumei C et al.: Effects of moderate (MF) versus lower fat (LF)
diets on lipids and lipoproteins: a meta-analysis of clinical trials
in subjects with and without diabetes. J Clin Lipidol; 3; 19-32: 2009

(2) Volek et al.: Carbohydrate restriction has a more favorable impact
ahead of print]

Kontakt:
Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.

An den Frauenbrüdern 2, 52064 Aachen

Tel.: 0241 - 96 10 316

Fax.: 0241 - 96 10 322

Email: presse@fet-ev.eu mailto: presse@fet-ev.eu

URL: http://www.fet-ev.eu

___________________________________________________________

eingestellt 26.2.2009
von R. Wirth, Vors. IVU e.V.

22.02.09

Chemikalienuntoleranz bei Künstlern. Ein Tabu.

Diesen Beitrag stellte uns Moon McNeill, Gründerin des Internationalen Netzwerks "Künstler mit MCS" und jetzt unter "Creative Canaries" bekannt freundlicherweise zur Verfügung

Wir danken Moon McNeill sehr für die Erlaubnis zum Einstellen dieses Artikels
auf unserer Internetseite.

Kunst hat etwas mit Schöngeistigkeit zu tun, nicht mit Chemikalien - so die allgemeine Haltung.
Dabei sind die meisten Künstlermaterialien natürlich ganz offensichtlich Chemikalien! Ob sie giftig, Krebs erregend oder sensibilisierend sind, entscheidet allein die Dauer und Häufigkeit des Gebrauchs.

Als zusätzliche Gefahr ist das Zusammenwirken, die Gefahrenpotenzierung und die Speicherung verschiedener Alltagsgifte mit Künstlermaterialien zu sehen. Wer raucht, gerne Alkohol trinkt und
als Maler Lösungsmittel verwendet, potenziert die Gefahr um das Zehnfache. Langzeituntersuchungen im Kunstbereich stehen bisher kaum zur Verfügung. Die Hersteller müssen ihre chemischen Entschäumer, Anti-Pilzmittel und Fäulnisverhinderer meist nicht deklarieren, weil sie nur im geringen Prozentsatz zugesetzt werden. Chemikalien in Niedrigdosis gelten bislang als vollkommen ungefährlich! Das ist leider ein Irrtum! Denn es ist nicht die Menge in der Flasche oder Tube, die eine Rolle spielt, sondern die Gesamtbelastung des Organismus in Bezug auf Zeit und Intensität der Belastung !

Chronische Chemikalienintoleranz ist eine Erkrankung, die immer mehr Menschen betrifft. Nach Ansicht von Umweltmedizinern sind bereits mehr als 5 % der Deutschen mehr oder weniger offensichtlich von einer Unverträglichkeit oder Überempfindlichkeit betroffen. Das entspricht der Einwohnerzahl Berlins. Eine chronische Überempfindlichkeit auf Chemikalien entsteht durch verschiedene Faktoren. Welche als Auslöser und welche als Wirkungen zu betrachten sind, ist völlig unklar. Als Gifte kommen Schwermetallbelastungen, Fremdstoffe in Nahrungsmitteln, Duftstoffe in Kosmetika, Insektenschutzmittel in Teppichböden, Lösungsmittel in Künstlermaterialien oder andere Alltags-Chemikalien in Frage, die langfristig Immunsystem und Organe schädigen und das Entgiftungssystem überfordern. Anschliessend reagiert der Körper zunehmend auf Chemikalien "allergisch" - erst auf wenige, dann auf immer mehr. Die Betroffenen wissen lange nicht, was mit ihnen passiert - und wenn sie es erkennen, glauben ihnen die Ärzte nicht. In Deutschland ist nur das Lösungsmittelsyndrom als Berufskrankheit anerkannt. Erkrankt man wegen Formaldehyds oder Ammoniums aus Acrylfarben, ist der Nachweis des Bezuges zwischen beidem nach 10-30 Jahren Benutzung kaum noch möglich. Folglich werden Betroffene immer häufiger psychiatrisiert.

Künstler, die Prävention betreiben und die Gefahren ernst nehmen, fahren also besser.

eingestellt am 22.02.2009
von R. Wirth

Besuchen sie Moon McNeills Internetseite unter www.moonmcneill.de/creative(Bindestrich tiefgestellt)canary(Bindestrich tiefgestellt)no.1.pdf.

18.11.08

Kommentar zu untenstehendem Eintrag von Moon McNeill

Soeben erreichte mich die nachfolgend im Originalwortlaut abgedruckte Antwort von Moon McNeill, die ich ungekürzt hier veröffentliche und zwar als Beitrag und nicht wie sonst üblich unter Kommentaren:

"Das nenne ich schnell geschaltet, liebe Leute - und sowas gefällt mir! Ich bin in der Tat ansprechbar und froh über jede Zusammenarbeit - daher freue ich mich auf zukünftige gemeinsame Aktionen, mit denen wir die Arbeit der Umweltkranken facettenreich und informativ darstellen können. Die Außensicht auf MCS-Betroffene muss erweitert werden.

Wir sind mehr als nur eine Krankengeschichte oder ein politisches Unding. Wir sind auch Individuen mit beruflichen Karrieren und spannenden Lebensbiografien, die man allzu gerne unter den Teppich kehrt, weil sie beendet erscheinen. Wir gelten ja automatisch als psychisch krank. Ähnlich werden Homosexuelle nur als sexuell wahrgenommen und allein darauf reduziert. Es liegt an uns, unsere GANZE Bandbreite darzustellen! Wenn es also betroffene Künstler hier gibt, möchte ich sie gerne in unserer deutschen Yahoogruppe kennen lernen, damit wir uns zusammenschließen. Anfragen bitte an meine Mailadresse!

Beste Grüße aus Kiel, Moon"

Hinweis
Mailadressen im Hauptbeitrag Umwelterkrankungen und Künstler nachlesen!

eingestellt 18.11.2008
Reinhold Wirth
1. Vorsitzender des IVU e.V.

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