Kategorie: Mobilfunk- & Technik

15.09.11

Neue Informationen zum Thema Elektrosmog/Funk

Den folgenden Artikel übermittelte uns dankenswerterweise Prof. Karl Richter. Wir geben diesen Artikel gerne hier bekannt.

- Saarländische Online-Zeitung - http://www.s-o-z.de -

Industrienah, aber fern der Wahrheit -Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks

Posted By Redakteur On 25. August 2011 @ 09:15 In Panorama,Top-News | Comments Disabled

Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft

Von Franz Adlkofer und Karl Richter

Die Entwicklung, die der deutsche ‚Strahlenschutz’ genommen hat, ist für den Bürger und Steuerzahler nicht länger hinnehmbar. 2006 musste ein Gutachten des Wissenschaftsrates feststellen, dass in einer über 600-köpfigen Behörde zu wenig an Sachkompetenz verfügbar ist. Eine neue Dokumentation „Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft“ dokumentiert, wie weit Leitungsfunktionen in die Hand von Wissenschaftlern übergegangen sind, denen auch die WHO besondere Industrienähe vorwirft. Um mit dem Ruf der Unbedenklichkeit auch den Absatz ihrer Produkte zu sichern, bedient sich die Mobilfunkindustrie seit Jahrzehnten willfähriger Vertreter der Wissenschaft, die bereit sind, sich im Sinne ihrer Interessen zu engagieren. Mit den üblichen Mitteln der Einflussnahme auf politische Entscheidungen werden diese Wissenschaftler dann zu ‚Experten’ aufgewertet und in nationalen und internationalen Gremien untergebracht, denen vor allem die Beratung staatlicher Instanzen und die Information der Öffentlichkeit obliegt.

Die von Prof. Dr. med. Franz Adlkofer und Prof. Dr. phil. Karl Richter verfasste Schrift ist als fünftes Heft der Reihe Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks im Juli 2011 erschienen. Sie dokumentiert Aktivitäten des Prof. Dr. rer. nat. Alexander Lerchl von der privaten Jacobs University Bremen. Als einer der Hauptbeteiligten am Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm, seit Anfang 2009 auch als Leiter des Ausschusses Nichtionisierende Strahlen in der Strahlenschutzkommission (SSK) des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), ist der Bremer Professor maßgeblich für die Gestaltung des Gesundheits- und Umweltschutzes im Bereich der Funk-Techniken verantwortlich. Doch die erkennbaren Ziele seiner Aktivitäten unterscheiden sich in nichts von denen industrieller Interessenvertetungen, mit denen er gut zusammenarbeitet.

Teil I der Dokumentation zeigt das an seinen jahrelangen, auch wissenschaftlich unübliche Mittel nicht scheuenden Versuchen, Erkenntnisse gentoxischer Wirkungen der Mobilfunkstrahlung samt ihren Urhebern aus dem Weg zu räumen. Zurückweisungen seiner Fälschungsbehauptungen durch mehrere Ethikkommissionen und zahlreiche Gutachten interessieren ihn dabei so wenig wie die vielfältigen Bestätigungen der angefochtenen Ergebnisse im Fortgang der Forschung. Teil II belegt an seinen Beiträgen zum Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF), wie er in eigenen Forschungen manipuliert, um Entwarnungen und Grenzwertbestätigungen möglich zu machen. Teil III bietet Beispiele, wie zielbewusst er den zweckdienlich beschnittenen Stand des Wissens zum Standard politischer Beratung und gesellschaftlicher Aufklärung macht. Teil IV zeigt aber auch, wie sich die Entstellungen der Wahrheit in Deformationen unseres Gemeinwesens hinein fortsetzen, die immer mehr Menschen faktisch rechtlos und schutzlos machen.

Im Frühjahr dieses Jahres haben drei Resolutionen eindringlich vor den Folgen der Überfrachtung unserer Lebenswelt durch elektromagnetische Felder gewarnt. Die Internationale Agentur für Krebsforschung der WHO (IARC) hat Hochfrequenzstrahlung als mögliches Risiko für Hirntumoren eingestuft. Der Europarat fordert mit Blick auf Gesundheit wie Umwelt eine generelle Wende in der Mobilfunkpolitik. Das Russische Nationale Komitee zum Schutz vor Nichtionisierender Strahlung (RNCNIRP) postuliert überfällige Maßnahmen zum Schutz der Kinder. In Deutschland aber überbietet sich der Strahlenschutz Lerchl’scher Prägung in immer neuen Versicherungen der Unbedenklichkeit. Dabei verwechselt Professor Lerchl fortlaufend – und bis in jüngste Beispiele hinein – nicht nur den gewichtigen Unterschied zwischen behaupteten und bewiesenen Fälschungen. Er verwechselt vor allem auch den ihm aufgetragenen Schutz der Bevölkerung mit dem Schutz kommerzieller Interessen – was ihm kürzlich auch von der WHO bescheinigt wurde.

Die Dokumentation fragt die politisch Zuständigen, ob es verantwortbar ist, Gesundheit, Umwelt und das Schicksal unserer Kinder einem Wissenschaftler anzuvertrauen, der seine Industrienähe und seine bescheidene wissenschaftliche wie ethische Kompetenz fortlaufend unter Beweis stellt. Und sie bittet aufgeschlossene Vertreter öffentlicher Medien, für eine differenziertere und besser recherchierte Information der Öffentlichkeit zu sorgen. Denn wo es der Industrie gelingt, nach gefälligen ‚Experten’ auch noch gefällige Medien in den Dienst ihrer Interessen zu stellen, hat sie nach dem ‚Strahlenschutz’ auch die Demokratie unterwandert.

Prof. Dr. med. Franz Adlkofer (Berlin / München); Arzt für Innere Medizin; Max-Planck-Institut für Biochemie München, dann Freie Universität Berlin; 20 Jahre in der Industrie tätig; seit 1992 Geschäftsführer der Stiftung Verum, seit 2002 Mitglied des Stiftungsrats; Gründer von Pandora – Stiftung für unabhängige Forschung. Prof. Dr. phil. Karl Richter (St. Ingbert / Saarbrücken), emeritierter Literaturwissenschaftler der Universität des Saarlandes; kulturwissenschaftliche und interdisziplinäre Forschungen zu Interferenzbereichen der Wissenschaften; Erster Vorsitzender der Kompetenzinitiative e. V.; Mitgründer von Pandora – Stiftung für unabhängige Forschung.

Die Schrift „Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft- Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks“ ist erschienen in der Schriftenreihe der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V. (Heft 5; A4, 64 Seiten, farbig, 6.00 EUR, ISBN 978-3-9812598-3-4), oder im internet verfügbar : http://www.broschuerenreihe.net/assets/ki_heft-5_web.pdf [1]

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06.07.11

Unsitten in Krankenhäusern

Als Vorsitzender des IVU e.V. finde ich, dass es endlich an der Zeit ist, gegen die Unsitte des Gebrauchs von Mobiltelefonen und vermehrt auch von Computern, Laptops usw. mit Internetsticks
vor allem in Krankenhäusern und hier vor allem in Kliniken für Umweltgeschädigte und auch Elektrosensible, anzugehen und diese Unsitte anzuprangern!

Es ist unzumutbar und unverantwortlich, wenn - wie bereits mehrfach gesehen und von den Kliniken ausrücklich untersagt , (Warnhinweise!!)- Umweltgeschädigte, trotz ihres Wissens um die möglichen Gefahren solcher Geräte, diese dann aber ohne Rücksicht und Überlegung in den Krankenzimmern benutzen. Wenn ich da sehe, welches Equipement da aufgebaut wurde, erschreckt mich dies.(Da sind z.B. in einem Krankenzimmer mehrere Elektronikgeräte samt Ladestationen, Netzgeräten, u.a. m. regelracht aufgebaut und vor allem betriebsbereit installiert) Wenn dann auch noch Elektrosensible bereits öfter darauf mit heftigsten Anfällen reagieren, wird man kopflos und sucht verzweifelt nach Lösungen bzw. Hilfe!

Ich finde, dass hier die Klinikleitungen, Ärzte und Pflegepersonal strikt darauf drängen, den Gebrauch solcher Geräte innerhalb der Klinik zu untersagen, bzw. Zeitgenossen, die unbelehrbar sind, diesen solche Geräte bis zur Entlassung abzunehmen, sicherzustellen und bei der Entlassung wieder auszuhändigen.

Ich fordere daher auf, insbesonders die Mitglieder des IVU e.V. und alle anderen in gleicher Art arbeitenden Vereinigungen und SHG, daraufhinzuwirken, dass diese Unsitte umgehend aufhört.

Unbelehrbare sollte man bei derartigen Verstössen sofort und eindringlich auf die möglichen Folgen (Entzug der Geräte, aber auch Verweis aus der Klinik wegen Verstoss gegen den Heilbehandlungsvertrag usw.)energisch hinweisen.

Reinhold Wirth
Vorsitzender IVU e.V.

02.12.09

Mobilfunk Langzeitfolgen - also doch!!!

also doch:

Der Hausarzt, 27.11.2009

Protein reagiert auf Mobilfunkstrahlung

Mobiltelefone sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Allerdings ist immer wieder die Rede von unerwarteten Langzeitfolgen der damit verbundenen Mikrowellen. In Schweden wurde nun ein Protein gefunden, welches eventuell einen Schaden nachweisen könnte.

Eine Studie aus Örebro in Schweden belegte jetzt, dass Mobiltelefone und andere schnurlose Telefone Auswirkungen auf das Gehirn haben.

Dafür untersuchten die Forscher Blutentnahmen von Erwachsenen auf so genannte Biomarker. Unter anderem wurde der Fokus auf ein Protein gelegt, das ein Teil der Blut-Liquor-Schranke ist. Diese schützt das Gehirn vor Stoffen aus dem Blutkreislauf, die dort Schaden anrichten könnten wie Krankheitserreger und Toxine und hält so die Homöostase im Gehirn aufrecht.

Die Studie zeigte, dass bei Gebrauch von schnurlosen Telefonen die Konzentration des Proteins Transthyretin im Blut ansteigt. Studienleiter Frederik Söderqvist erklärt, dass dieser Anstieg an sich keine pathologische Konsequenz nach sich zieht, aber deutlich zeigt, dass schnurlose Telefone einen Einfluss auf das Milieu des Gehirns haben. Es zeigte sich außerdem, dass Benutzer von schnurlosen Telefonen häufiger über Krankheitssymptome berichten und ihren Gesundheitszustand allgemein schlechter einschätzen. Unter den Symptomen finden sich vor allem Kopfschmerzen, asthmatische Beschwerden und Konzentrationsprobleme. Doch ist die Studienlage noch zu ungenau und andere Faktoren noch nicht ausgeschlossen.

Was es bedeuten würde, wenn schnurlose Telefone wirklich gravierende Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben, mag man sich nicht ausmalen. Heutzutage benutzt jedes Kind ab 7 Jahren und 80 Prozent aller 19-Jährigen regelmäßig ein Mobiltelefon. Gerade Kinder dürften aufgrund der schnelleren Zellteilung und des Wachstums des Körpers sensibler auf die möglichen Schäden reagieren.

23.03.09

Permalink 12:46:45, von reinhold1 E-Mail , 2031 Wörter, 1009 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kompetenzinitiative, Bürgerinitiativen Mobilfunk, Mobilfunk- & Technik

es bewegt sich doch was auf EU-Ebene in Sachen Mobilfunk!!

Hier ein Beitrag von Diagnose-Funk in der Schweiz zum Thema Mobilfunk, den wir gerne veröffentlichen:

EU-Bericht: Bewegung in Brüssel
21.03.2009

Die belgischen Europaparlamentarierin Frédérique Ries, Mitglied im Ausschuss Umweltfragen, Volksgesundheit und Verbraucherpolitik, verfasste einen kritischen Bericht zum Thema Mobilfunk und elektromagnetische Belastung, der am 17. Februar vom Ausschuss mit 43 zu einer Stimme angenommen wurde. Sie fordert darin u.a. eine sofortige Senkung des Grenzwertes auf 3 V/m. Allein die Umsetzung dieses Wertes würde in der Konsequenz zur weitreichenden Umrüstung oder Abbau sehr vieler Mobilfunkantennen führen. Lesen Sie den Bericht – weiter unten aufgeführt. >>>

Das Europaparlament-TV sendete ebenso einen Beitrag zum angekündigten EU-Bericht über Elektromagnetische Felder/Mobilfunk in einem 15-minütigen Beitrag.
Der Fernsehbeitrag ist sehr informativ und zeigt, wie heftig zu diesem Thema zur Zeit auf der europäischen Ebene gestritten wird.
--Bitte beim Video auf Sprachwahlleiste "de" für deutsche Untertitel anwählen!--

--Bitte beim Video auf Sprachwahlleiste "de" für deutsche Untertitel anwählen!--

ENTWURF EINES BERICHTS >>> [45 KB]
über die Gesundheitsproblematik in Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern
(2008/2211(INI))

Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit
Berichterstatterin: Frédérique Ries

ENTWURF EINER ENTSCHLIESSUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS
zur Gesundheitsproblematik in Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern
(2008/2211(INI))

Das Europäische Parlament,

– gestützt auf die Artikel 137, 152 und 174 des EG-Vertrags, die auf die Sicherstellung eines hohes Schutzniveaus für die menschliche Gesundheit und die Umwelt abzielen;

– in Kenntnis des Berichts der Kommission über die Anwendung der Empfehlung des Rates vom 12. Juli 1999 (1999/519/EG) zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung gegenüber Elektromagnetischen Feldern und der entsprechenden Durchführungsberichte der Kommission vom 1. September 2008 (KOM(2008)532 endg.),

– unter Hinweis auf die Richtlinie 2004/40/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (elektromagnetische Felder)

– unter Hinweis auf die Richtlinie 1999/5/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 1999 über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen und die gegenseitige Anerkennung ihrer Konformität und die entsprechenden harmonisierten Sicherheitsvorschriften für Mobiltelefone und Mobilfunkbasisstationen,

– unter Hinweis auf die Richtlinie 2006/95/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend elektrische Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb bestimmter Spannungsgrenzen

– unter Hinweis auf seine Entschließung vom 4. September 2008 zu „der Zwischenbewertung des europäischen Aktionsplans Umwelt und Gesundheit 2004-2010“,

– unter Hinweis auf seine Entschließung vom 10. März 1999 zu dem Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung durch elektromagnetische Felder 0 Hz - 300 GHz,

– gestützt auf Artikel 45 seiner Geschäftsordnung,

– in Kenntnis des Berichts des Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit (A6-0000/2008),

A. unter Hinweis auf die Tatsache, dass elektromagnetische Felder (EMF) in der Natur vorkommen und somit schon immer auf der Erde bestanden; allerdings auch unter Hinweis auf die Tatsache, dass in den letzten Jahrzehnten die Umweltbelastung durch vom Menschen geschaffen Quellen von EMF ständig zugenommen haben, weil der Bedarf an Strom und kabellosen Technologien gestiegen ist und sich die Sozialstruktur geändert hat, was dazu geführt hat, dass derzeit jeder Bürger einer komplexen Mischung von elektrischen und elektromagnetischen Felder unterschiedlicher Frequenzen zu Hause wie am Arbeitsplatz ausgesetzt ist;

B. in der Erwägung, dass die Technologie der kabellosen Geräte (Mobiltelefone, Wifi, Wimax, Blutetooth, DECT-Schnurlostelefone) als eine „saubere“ Technologie gilt, was nicht dem Beweis gleichkommt, dass sie für die menschliche Gesundheit ungefährlich ist,

C. in der Erwägung, dass, wenn auch eine Mehrheit der europäischen Bürger, und insbesondere die jungen Menschen zwischen 10 und 20 Jahren, Mobiltelefone, nützliche, funktionelle und modische Geräte, nutzen, doch noch Unsicherheiten bleiben, was die möglichen Gefahren für die Gesundheit betrifft,

D. in der Erwägung, dass sich die Diskussion in der wissenschaftlichen Gemeinschaft über mögliche, von den EMF ausgehende Gesundheitsgefahren seit dem 12. Juli 1999 und der Festlegung von Belastungsgrenzwerten für EMF (0 bis 300 GHz) durch die Empfehlung 1999/519/EG noch ausgeweitet hat,

E. in der Erwägung, dass die Tatsache, dass es noch keine förmlichen Schlussfolgerungen der wissenschaftlichen Gemeinschaft gibt, bestimmte nationale Regierungen in mindestens neun Mitgliedstaaten der Europäischen Union - aber auch in China, der Schweiz und Russland - nicht daran gehindert hat, so genannte „präventive“ Belastungsgrenzwerte festzusetzen, die unterhalb derjenigen liegen, die von der Kommission und dem wissenschaftlichen Ausschuss „Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken“ empfohlen werden

F. in der Erwägung, dass die Maßnahmen zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern gegenüber den Verbesserungen der Lebensqualität hinsichtlich der Sicherheit am Arbeitsplatz und der öffentlichen Sicherheit abgewogen werden sollten, die Geräte, bei denen elektromagnetische Felder erzeugt werden, mit sich bringen,

G. in der Erwägung, dass es unter den wissenschaftlichen Projekten, die genau so viel Interesse wie Polemik hervorrufen, die epidemiologische Studie INTERPHONE gibt, die von der Union mit 3,8 Mio. Euro finanziert wird und deren Schlussfolgerungen seit 2006 erwartet werden,

H. in der Erwägung, dass doch immerhin bestimmte Erkenntnisse wohl unbestritten sind, insbesondere darüber, dass die Reaktionen auf eine Belastung durch Mikrowellen bei jedem Einzelnen unterschiedlich sind, dass breit angelegte Expositionstests durchgeführt werden müssen, vor allem um nicht-thermische Auswirkungen im Zusammenhang mit Funkfrequenzfeldern zu bewerten, und die besondere Empfindlichkeit von Kindern im Fall der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern

I. hält die Tatsache zumindest für paradox, dass die Union dafür zuständig ist, die Belastungsgrenzwerte gegen die Auswirkungen der EMF für die Arbeitnehmer festzusetzen und rechtlich vorzuschreiben, nicht aber für die allgemeine Bevölkerung,

1. wiederholt seine Forderung an den Rat aus seiner vorerwähnten Entschließung vom 4. September 2008, seine Empfehlung 1999/519/EG zu Gunsten von strengsten Belastungsgrenzwerten für die Gesamtheit der Geräte, die elektromagnetische Wellen in den Frequenzbereichen zwischen 0,1 MHz und 300 GHz ausstrahlen, und unter Berücksichtigung der besten verfügbaren Techniken (BAT) zu aktualisieren;

2. betont, dass es sinnvoll wäre, wenn die Kommission parallel oder alternativ zu dieser Änderung der europäischen Vorschriften in Abstimmung mit den Fachleuten der Mitgliedstaaten und der betreffenden Wirtschaftssektoren (Stromgesellschaften, Telefonbetreiber) einen Leitfaden über die verfügbaren technischen Optionen, die bei der Verminderung der Exposition eines Ortes gegenüber elektromagnetischen Wellen wirksam sind, erarbeiten würde;

3. weist darauf hin, dass die Wirtschaftsakteure heute schon auf bestimmte Faktoren Einfluss nehmen können, wie etwa die Entfernung zwischen dem betreffenden Ort und den Sendern oder der Höhe des Ortes im Vergleich zur Höhe des Antennenmastes und der Ausrichtung der Senderantenne im Vergleich zu Wohngebieten; dabei muss selbstverständlich darauf geachtet werden, dass die Menschen, die in der Nähe dieser Anlagen leben, Zusicherungen erhalten und möglichst weitgehend geschützt werden;

4. erkennt die Bemühungen der mobilen Kommunikation und anderer drahtloser, EMF ausstrahlender Technologien an, Umweltschäden zu vermeiden und insbesondere dem Klimawandel Rechnung zu tragen;

5. ist der Meinung, dass es angesichts der zunehmenden Anzahl von gerichtlichen Klagen und auch der Maßnahmen des Staates von aufschiebender Art im allgemeinen Interesse liegt, Lösungen den Vorzug zu geben, die auf dem Dialog zwischen den Wirtschaftsakteuren, staatlichen Stellen und Anwohnervertretungen über die Kriterien für die Aufstellung neuer GSM-Antennen oder die Verlegung von Hochspannungsleitungen beruhen, und zumindest darauf zu achten, dass Schulen, Kindertagesstätten, Seniorenheime und Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge in einer angemessenen Entfernung von dieser Art von Anlagen liegen;

6. ruft die Kommission auf, während der Wahlperiode 2009-2014 ein anspruchsvolles Programm für die elektromagnetische Bioverträglichkeit von künstlich erzeugten Wellen gegenüber denjenigen, die vom lebenden menschlichen Körper natürlich ausgestrahlt werden, auf den Weg zu bringen und zu gegebener Zeit zu ermitteln, ob die Mikrowellen schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben;

7. fordert die Kommission auf, eine Lösung zu finden, damit die Durchführung der Richtlinie 2004/40/EG beschleunigt wird, und so sicherzustellen, dass die Arbeitnehmer wirksam gegen EMF geschützt sind, wie sie das bereits gegen Lärm und Vibration nach zwei anderen gemeinschaftlichen Texten sind;

8. stellt mit Unwillen fest, dass die Veröffentlichung der Schlussfolgerungen der internationalen epidemiologischen Studie mit der Bezeichnung „INTERPOHNE“ seit 2006 systematisch verzögert wird, deren Ziel es ist zu untersuchen, ob eine Beziehung zwischen der Benutzung des Mobiltelefons und bestimmten Krebsarten besteht, darunter insbesondere Hirntumore, Krebs des Hörnervs und Krebs der Ohrspeicheldrüse;

9. weist in diesem Zusammenhang auf den Aufruf zur Vorsicht der Koordinatorin der INTERPHONE-Studie, Frau Elisabeth Cardis, hin, die auf der Grundlage der derzeitigen Kenntnisse empfiehlt, dass Kinder das Handy umsichtig benutzen und das Festnetztelefon bevorzugen sollten;

10. ist in jedem Fall der Auffassung, dass es Aufgabe der Kommission, die zur Finanzierung dieser weltweiten Studie in Höhe von 3,8 Mio. Euro vor allem über das 5. FTE-Rahmenprogramm beigetragen hat, ist, die Verantwortlichen des Projekts zu fragen, warum es noch keine endgültige Veröffentlichung gibt, und im Fall einer Antwort das Parlament und die Mitgliedstaaten unverzüglich zu unterrichten;

11. schlägt der Kommission auch im Sinne politischer und haushaltrechtlicher Effizienz vor, die für die Studien über EMF vorgesehenen Gemeinschaftsmittel auf eine globale Kampagne zur Sensibilisierung der jungen Europäer für den vernünftigen Umgang mit Handys umzuleiten, wie etwa Freisprechanlagen, kurze Telefonate und die Benutzung von Telefonen in Bereichen mit gutem Empfang;

12. schlägt vor, dem Mandat der Europäischen Gruppe für Ethik der Naturwissenschaften und der neuen Technologien (EGE) den Auftrag hinzuzufügen, die wissenschaftliche Integrität zu bewerten, um die Kommission darin zu unterstützen, eventuelle Möglichkeiten von Gefahrsituationen, Interessenkonflikten oder gar Betrügereien zu vermeiden, die im Zusammenhang mit dem gesteigerten Wettbewerb der Forscher auftreten könnten;

13. fordert die Kommission angesichts der Bedenken der Öffentlichkeit in vielen Mitgliedstaaten auf, mit allen interessierten Kreisen, wie nationalen Experten, Nichtregierungsorganisationen und Wirtschaftssektoren, zusammenzuarbeiten, um die Verfügbarkeit und den Zugang zu aktuellen, für den Laien verständlichen Informationen über Drahtlostechnologie und Schutzvorschriften zu verbessern;

14. kritisiert bestimmte Marketingkampagnen von Telefonbetreibern, die besonders aggressiv in der Weihnachtszeit am Jahresende geführt werden, wie etwa den Verkauf von Mobiltelefonen, die ausschließlich für Kinder bestimmt sind, oder die Pauschalangebote „Freiminuten“, die sich an Jugendliche richten;

15. schlägt vor, dass die Union in ihre Politik der Qualität von Innenraumluft eine Studie über „drahtlose“ Hausgeräte aufnimmt, die sich, wie etwa Wifi für den Internetzugang und „DECT“-Telefone, in den letzten Jahren an öffentlichen Plätzen und in Wohnungen generell durchgesetzt haben und die Bürger einer ständigen Mikrowellenstrahlung aussetzen;

16. fordert – immer in dem Bestreben einer Verbesserung der Information der Verbraucher –, dass die technischen Normen des CENELEC geändert werden und dass eine Kennzeichnungspflicht mit Angaben über die Emissionsstärke vorgeschrieben wird, aus denen auch bei jedem „drahtlos“ funktionierenden Gerät hervorgeht, dass es Mikrowellen aussenden;

17. ruft den Rat und die Kommission auf, in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten und dem Ausschuss der Regionen für die Schaffung einer einzigen Vorschrift einzutreten, um die Exposition der Anrainer im Fall der Ausweitung des Hochspannungsnetzes möglichst gering zu halten;

18. ist in höchstem Maße besorgt über die Tatsache, dass die Versicherungsgesellschaften dazu tendieren, die Abdeckung der Risiken im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern aus den Haftpflichtversicherungen auszuschließen, was offensichtlich bedeutet, dass sich die europäischen Versicherer bereits nach ihrer Version des Vorsorgeprinzips richten;

19. beauftragt seinen Präsidenten, diese Entschließung dem Rat, der Kommission, den Regierungen und den Parlamenten der Mitgliedstaaten, dem Ausschuss der Regionen und der WHO zu übermitteln.

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Die Videos und weitere Informationen kann man sich direkt auf der Webseite von Diagnose-Funk ansehen

Hier die Seite:

www.diagnose-funk.org/politik/politik-int/Entwurf-eines-berichts.php

Beim Video in der Sprachleiste entspr. Land wählen, Text dann als Untertitel

22.03.09

Permalink 12:36:43, von reinhold1 E-Mail , 605 Wörter, 1038 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kompetenzinitiative, Bürgerinitiativen Mobilfunk, Mobilfunk- & Technik

www.buerger-machen-mobil.de - ein Bündnis im Saarland stellt sich vor

Bündnis saarländischer Bürgerinitiativen Mobilfunk

Das Bündnis saarländischer Bürgerinitiativen Mobilfunk wurde im Frühjahr 2003 gegründet; Es ist Mitglied der deutschland-weiten Bürgervereinigung Bürgerwelle e. V. und seit September 2005 Teil des überregionalen Netzwerks Risiko Mobilfunk
Zur Zeit vertritt das Bündnis Initiativen aus den Orten

Ortsgruppen
Saarländische Gemeinden mit aktiver Mobilfunk-Beteiligung

* Bubach-Calmesweiler
* Homburg-Bruchhof
* Homburg-Jägersburg
* Kirkel
* Merchweiler
* Püttlingen

* Quierschied
* Rehlingen-Siersburg
* Spiesen-Elversberg
* St. Ingbert-Auf Mühlental
* St. Ingbert-Rohrbach
* Sulzbach
* Völklingen

Neben unseren landesweiten Aktivitäten und Projekten sind seit geraumer Zeit auch immer mehr aktive Beteiligungen an zahlreichen überregionalen Projekten getreten. Denn gegen eine unseres Erachtens unverantwortliche Überfrachtung unserer Wohngebiete mit immer neuen Wucherungen des Elektrosmogs kann letztlich nur deutschlandweiter und internationaler Widerstand erfolgreich sein.

Wir vertreten eine ständig wachsende Zahl saarländischer Bürgerinitiativen, die sich gegen die aggressive Mobilfunkpolitik des Landes wenden. Unsere kritische Arbeit gruppiert sich vor allem um sachliche Schwerpunkte, zu denen sich jeweils eigene Interessenkreise gebildet haben:

1. Wissenschaftliche Grundlagen
(MF-Forschung im interdisziplinären Dialog; Messtechnik; Baubiologie) Demokratie und politische Kultur (Bürgerrechte und Bürgerschutz; Bürger und Kommunen; Rechtsfragen)
2. Demokratie und politische Kultur
(Bürgerrechte und Bürgerschutz; Bürger und Kommunen; Rechtsfragen)
3. Gesundheit und Verbraucherschutz
4. Schutz der Kinder
(besondere Risikofaktoren; Schulen; Kindergärten)
5. Öffentlichkeitsarbeit
(Informationsveranstaltungen; Kontakte u. a. zu Medien, Parteien, umweltinteressierten Organisationen)

Eine systematische Information über uns bieten folgende Dokumente:

* die elektronische Version unseres Flyers Bündnis saarländischer Bürgerinitiativen Mobilfunk
* die Charta kritischer Bürger, die wir von Anfang an unserer Arbeit zugrunde gelegt haben.

Wir berichten hier über Ziele, Projekte und Ergebnisse überwiegend eigener Arbeit. Umfassendere allgemeine Informationen, die eine oft einseitige Informationspolitik korrigieren, finden Sie u. a. unter den folgenden Internetadressen:

* http://www.buergerwelle.de (in Deutsch und Englisch)
* http://www.netzwerk-risiko-mobilfunk.de
* http://www.kompetenzinitiative.de

Was wir kritisieren

* Eine unzureichend informierte Mobilfunkpolitik, die die Aussagen einer industrieunabhängigen Forschung über schwerwiegende gesundheitliche Gefährdungen und Schädigungen ignoriert
* Grenzwerte, die nach dem Stand dieser Forschung millionenfach überhöht sind und wirtschaftliche Interessen schützen, aber nicht uns Bürger
* ein saarländisches Musterland des Mobilfunks, das auch zum Modellland eines besonders fahrlässigen Umgangs mit der Gesundheit der Bürger wie der zwangsweisen Abwertung ihrer Wohnungen und Häuser geworden ist

Was wir fordern

* Eine menschen- und umweltverträgliche Weiterentwicklung des Mobilfunks
* Eine parteiübergreifende Ethik der Politik, die uns vor unverantwortlichen Freilandversuchen an Menschen bewahrt
* Regierungen, die das Vorsorgeprinzip des Grundgesetzes (Art. 2,2) und des EU-Vertrages (Art. 174) achten und Kommerz nicht mit Kultur verwechseln.

Was wir tun

Wir organisieren Informations- und Aufklärungsveranstaltungen zu diesen Themen und laden hochkarätige Referenten ein.

Wir führen Messungen der Strahlungsdichte durch, orientieren uns bei der Interpretation der Ergebnisse freilich weniger an unseriösen Grenzwerten als Stand der biowissenschaftlichen und medizinischen Forschung.

Über unsere regionale und überregionale Arbeit informiert Sie unsere Site www.buerger-machen-mobil.de sowie:

* der Saarland-Appell
* Unser Buch Kommerz, Gesundheit und politische Kultur. Gewinner und Verlierer in einer Modellregion des Mobilfunks (herausgegeben von K. Richter und H. Wittebrock), Röhrig Universitätsverlag, ISBN 3-86110-394-X

Mitgliedschaft und Mitwirkung in unserem Bündnis sind kostenlos.

Da die Einladung von hochkarätigen Referenten, der Druck von Texten, leistungsfähige Messgeräte u. a. m. aber mit erheblichen Kosten verbunden sind, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen und für jede Spende dankbar.

Spenden an unseren Verein können weiterhin entgegengenommen werden: Treuhandkonto BI Günter Spies, Konto 101 138 315 3
Kreissparkasse Saarpfalz (BLZ 594 500 10).

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.buerger-machen-mobil.de

Wir danken der BI für die Abdruckgenehmigung.

Dass der IVU e.V. sich dort auch aktiv betätigt muss ja wohl nicht extra erwähnt werden.

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