Archiv für: März 2009, 02

02.03.09

Permalink 12:02:43, von reinhold1 E-Mail , 1020 Wörter, 135 Ansichten   German (DE)
Kategorien: MCS - CFS - Fibromyalgie, Allergien, Krebserkrankungen

Winterzeit - Schnupfenzeit

ein Beitrag, den uns foodwatch dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat.

*Liebe foodwatch-Interessierte,*

Winterzeit - Schnupfenzeit! Wer kennt das nicht? Kaum beginnen die
ersten Schmuddelwetter-Tage mit kühlem Wind, Sprühregen und allem was
steuropäer ein- bis zweimal pro Jahr. Dennoch gibt es Unterschiede:
Manche Menschen müssen sich mit drei bis vier Erkältungen pro Jahr
abquälen, andere "absolvieren" schon mal ein Jahr "ganz ohne".

*Der Lebensstil entscheidet***
Dafür gibt es verschiedene Erklärungen. Einig sind sich die Experten
jedoch darin, dass die Immunabwehr maßgeblichen Einfluss auf das
Erkrankungsrisiko ausübt. Wie gut das Immunsystem "in Schuss" ist,
hängt mit unserem Lebensstil zusammen. Förderlich sind: eine
ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, möglichst wenig Stress und
genügend Bewegung. Doch hier hapert es bei vielen. Denn machen wir uns
nichts vor: Die Anforderungen des "modernen Lebens" lassen einen
solchen Lebensstil oft nicht zu.

*Danone lockt mit falschen Versprechungen* Was läge da näher, als ein
Mittel zu erfinden, das uns dabei hilft, durch minimalen Einsatz -
quasi "im Handumdrehen" - unsere Immunabwehr zu stärken und uns so vor
der nächsten Erkältungswelle zu schützen?
Der Lebensmittelkonzern Danone tut so, als gibt es dieses Mittel
bereits. Danone behauptet, dass die probiotischen
Actimel-Joghurtkulturen die Abwehrkräfte aktivieren. Durch die
vermehrte "Produktion lebenswichtiger Abwehrzellen" und die Bekämpfung
unerwünschter Bakterien würde sich die Aktivität der körpereigenen
Immunzellen um 25 Prozent steigern, was durch allerlei Studien

*Die Zauberkräfte von Actimel***
Denn es ist *nicht bewiesen*, dass Actimel vor Erkältungen schützt!
Dazu bräuchte es mehrere großangelegte Versuche mit Gruppen, die
regelmäßig Actimel zu sich nähmen, und Kontrollgruppen, die kein
Actimel konsumierten, um dann die Erkältungshäufigkeit zu vergleichen.
Was es gibt, ist eine große Anzahl (übrigens in vielen Fällen von
Danone selbst gesponserter) Studien, die belegen, dass Actimel
überhaupt eine Wirkung auf die Darmflora und das Immunsystem zeigt.
Das ist weder überraschend noch neu, *denn diese Wirkung hat jeder
ganz normale Naturjoghurt!*

*So gut wie jeder Joghurt - nur kalorienreicher!* Das wäre so, als ob
ein Bauer die gesundheitsfördernde Wirkung, der von ihm angebauten
fiktiven Möhre "Sabrina" rühmen würde, weil sie einen besonders hohen
Vitamin-A-Gehalt aufweist. Natürlich ohne zu erwähnen, dass alle
Möhren reich an Vitamin A sind. Klar auch, dass er sie nun gleich viel
teurer verkaufen könnte, denn der Verbraucher würde ja nun glauben,
dass "Sabrina" den anderen Möhren überlegen sei.
So schlau hat es Danone jedenfalls gemacht. Eine Packung Actimel
kostet um die 2 Euro. Herkömmlichen Joghurt gibt es schon für 0,50 Euro.

Nur hätte der Käufer von "Sabrina" eine Möhre ohne Nachteile erworben.
Das gilt für den Actimel-Konsumenten leider nicht! *Denn neben
Bakterienkulturen enthält dieses angebliche Gesundheitsprodukt vor
allem eines: Zucker!!!* 12 Prozent sind im Schnitt enthalten, oder
anders ausgedrückt: Vier bis fünf Stück Würfelzucker!

* Light- und andere Schwindel-Produkte* foodwatch prangert immer
wieder verschiedene Formen der Verbrauchertäuschung an. Actimel ist
nur eines von vielen Beispielen.
Insbesondere den Wunsch vieler Verbraucher, sich gesünder und
kalorienbewusster zu ernähren, macht sich die Lebensmittelindustrie
schamlos zu Nutze. Das lässt sich an der überwältigenden Schwemme der
verschiedensten "Light-Produkte" erkennen. Hier gilt das Gleiche wie
bei Actimel. Eine bestimmte Eigenschaft wird herausgegriffen und von
der Werbung entsprechend positiv aufbereitet, doch unterm Strich
überwiegen die Nachteile!

*Wir fordern die Lebensmittel-Ampel!*** Damit dieses Verwirrspiel,
diese gezielte Manipulation zu Gunsten der Lebensmittelindustrie und
zu Ungunsten der Verbraucher endlich ein Ende hat, fordern wir die
Lebensmittel-Ampel! Mit der Lebensmittel-Ampel kann jeder Verbraucher
anhand der Farben Grün, Gelb und Rot sofort erkennen, ob ein Produkt
viel oder wenig Fett, gesättigte Fettsäuren, Salz und Zucker enthält.
Und selbst wenn der Actimel-Käufer weiterhin auf den
Bakterien-Schwindel hereinfiele, so wüsste er doch immerhin, dass es
sich bei Actimel gleichzeitig um eine flüssige Süßigkeit handelt!

Deshalb - und weil wir laut einer aktuellen repräsentativen
Emnid-Umfrage über zwei Drittel der Verbraucher hinter uns wissen -
kämpfen wir von foodwatch für die Einführung der Lebensmittel-Ampel.
Aus denselben Gründen wehrt sich die Lebensmittelindustrie mit Händen
und Füßen dagegen. Mit der Lebensmittel-Ampel würden Produkte wie
Actimel direkt als das entlarvt, was sie sind, nämlich keine
Gesundheits- oder Diätprodukte, sondern schlichte Dickmacher!

*Kämpfen Sie mit uns für die Ampel - werden Sie * Förderer/Förderin*
http://foodwatch.de/spender__unterstuetzer/mitglied_werden/index_ger.
html. Wir von foodwatch werden weiterhin Produkte unter die Lupe
nehmen, um ganz konkret im Einzelfall nachzuweisen, wie die
Verbraucher getäuscht werden. Wir tun alles in unserer Macht stehende,
damit das Prinzip der Ampel zur verpflichtenden Kennzeichnung wird. Um
dieses Ziel zu erreichen, müssen wir zeigen, dass die Verbraucher
hinter uns stehen.
Wir von foodwatch wollen, dass auch Menschen, die sich mit Zahlen und
komplizierten Begriffen schwer tun, eine Chance bekommen, sich und
ihre Kinder bewusst zu ernähren. Doch nur wenn wir viele sind, können
wir große Konzerne in die Knie zwingen, uns Gehör verschaffen und die
Politiker unter Druck setzen. Nur wenn wir viele sind, werden wir
gehört. Deshalb werden Sie bitte jetzt * Förderer/Förderin*
http://foodwatch.de/spender__unterstuetzer/mitglied_werden/index_ger.
html. von foodwatch.

Vielen Dank und herzliche Grüße,

Ihr Thilo Bode
Geschäftsführer

P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Förderer spielt aber auch
eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je
mehr Unterstützer wir haben, desto leichter können wir auch die
Politiker unter Druck setzen. Deshalb: Werden Sie bitte
Förderer/Förderin und kämpfen Sie gemeinsam mit uns für echte
Verbraucherrechte!

*Hier* http://www.foodwatch.de/newsletter/index_ger.html können Sie
> den foodwatch-Newsletter abonnieren, abbestellen oder Ihre Adresse ändern.
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> Nz, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode

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