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Liebe Umwelterkrankte , liebe Mitglieder und Freunde
Moon McNeill ist eine uns nahestehende Künstlerin und sehr an MCS erkrankt ist. Dennoch - und vielleicht deshalb - malt sie herrliche Bilder und schreibt auch sehr gute Fachartikel, wie diese ab heute in loser Folge auf unserer Webseite ungekürzt veröffentlicht werden. Für Moon ist diese Arbeit eines der Ventile zur Bewältigung ihrer Krankheit.
Ich darf Euch auch verraten, dass wir vom IVU e.V. und Moon McNeill derzeit an dem Standkonzept
zur Gesundheitsmesse 2009 arbeiten. Anl. dieser Messe wird Moon McNeill erstmals im Saarland und vor allem erstmalig in der Geschichte der Messen hier im Saarland an unserem Stand ihre Bilder zeigen und selbst auch vor Ort sein.
Ich danke der Moon schon heute für diese wunderbare Geschichte. Viell. macht sie anderen Mut, sich auch mit Kunst zu beschäftigen und wiederum einen Ausgleich für die vielen Einschränkungen die uns Umwelterkrankte plagen, zu erhalten.
Hier nun der erste Artikel, der ungekürzt wiedergegeben wird:
Umwelterkrankung
von
Moon McNeill
Der Begriff Umwelterkrankung ist an sich ein schwammiger, denn er lässt den Schluss zu, dass die gesamte Umwelt einen krank machen kann.
Potenziell mag das zwar so sein, in der Regel sind es jedoch Chemikalien, die Erkrankungen auslösen. Dazu können beispielsweise ätherische Öle und Terpene, Pestizide, Schwermetalle, Lösungsmittel, Farbstoffe, Parfümstoffe oder Aromen gehören. Dass es im Hochdosisbereich zu Vergiftungserscheinungen kommt, weiß man in der Toxikologie seit Langem. Kontrovers dikutiert wird jedoch, welche Schäden durch Chemikalien und Umweltgifte im Niedrigdosisbereich entstehen können, wie man sie diagnostizieren kann und inwieweit eine Prädisposition von Nöten ist. Diese kann zum Beispiel in einer gestörten Entgiftungstätigkeit der entsprechenden Organe und Enzyme bestehen, aber auch durch eine Akkumulation verschiedener Umweltgifte im Körper über einen längeren Zeitraum erreicht werden. Fraglich ist auch, ob das Immunsystem bereits im Vorfeld gestört sein muss oder nicht. Wahrscheinlich ist eine Mischung all dieser Umstände ausschlaggebend.
Umweltkranke werden heute weitgehend diskriminiert und als Hypochonder abgetan. Den mehr als 400 unabhängigen wissenschaftlichen Untersuchungen, die die Existenz von Erkrankungen durch Chemikalien im Niedrigdosisbereich beweisen, liegen beinahe ebenso viele von der Wirtschaft in Auftrag gegebene Forschungen vor, die das Gegenteil besagen. Für die Betroffenen bedeutet das, dass Ihnen meist eine medizinische Behandlung verweigert wird und stattdessen Psychosomatose und ähnliches in ihrem Arztbrief steht. Psychiatrisierungen sind der Regelfall.
Dabei kann man mittels Immunstärkung, Meidung der Auslöser, enzymreicher Frischkost und Entgiftung sowie gegebenenfalls der Gabe von Nahrungsergänzung und medizinischer Behandlung nach längerer Zeit (und abhängig von der Art der Gifteinlagerungen!) wieder ein einigermaßen normales Leben führen. Jeder Heilpraktiker, jeder Arzt und jeder im medizinischen Bereich tätige Mensch sollte ein Buch über Umwelterkrankungen gelesen haben. Da Lebensmittelchemie, Nanotechnologie und Gentechnik immer neue Wirkungsfelder entdecken, deren Risiken und Nebenwirkungen heruntergespielt oder wenig hinterfragt werden - und da auch sonst die Chemieindustrie boomt - darf man in den nächsten 50 Jahren mit einer großen Zahl von weiteren Erkrankungen rechnen.
Beste Grüße, Moon
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