Kategorie: MCS - CFS - Fibromyalgie

30.03.13

Permalink 09:27:58, von reinhold1 E-Mail , 1322 Wörter, 24 Ansichten   German (DE)
Kategorien: MCS - CFS - Fibromyalgie, Allergien

Neues zum Thema Fibromyalgie

Ich danke unserer Kornelia Schmidt von der Fibro-Gruppe in Schwalbach für den unten eingestellten Artikel, den ich gerne veröffentliche.

R. Wirth, 1. Vorsitzender IVU e.1v.

Kornelia Schmidt - 18.03.13, 20:19

http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/meldungen/single/artikel/fibromy...

Fibromyalgie: Erster Nachweis erbracht, dass Fibromyalgie eine organische Erkrankung ist.

Chronische Schmerzen unklarer Herkunft sind ein typisches Merkmal der Fibromyalgie. Würzburger Medizinerinnen konnten jetzt zeigen, dass dabei bestimmte Nervenfasern geschädigt sind.
Fibromyalgie hat den Ruf einer mysteriösen Krankheit: Die Symptome sind vielfältig, die Auslöser unbekannt, die Diagnose ist schwer zu stellen. Jetzt ist Forschern am
Universitätsklinikum Würzburg erstmals ein eindeutiger Nachweis
gelungen: Schäden im Bereich der kleinen Nervenfasern.

Sie sind für die Wahrnehmung von Schmerzen verantwortlich und für das Temperaturempfinden: Sogenannte kleinkalibrige schmerzleitende Nervenfasern (small fibers), deren Endigungen in der Haut lokalisiert sind. Auf diese Fasern haben sich
Wissenschaftler der Universität Würzburg konzentriert bei der Suche nach den Auslösern der typischen Schmerzen bei Fibromyalgie. Mit Erfolg:„Wir haben bei Patienten mit einem Fibromyalgie-Syndrom deutliche Zeichen für eine Schädigung der kleinen Nervenfasern nachgewiesen“, sagt Nurcan Üçeyler, Privatdozentin an der Neurologischen Klinik des
Würzburger Universitätsklinikums. Über die Ergebnisse ihrer Studie berichtet die Fachzeitschrift Brain in ihrer aktuellen Ausgabe.

Paradigmenwechsel: Organische Grundlage identifiziert
Diese Entdeckung läutet nach Üçeylers Worten „einen Paradigmenwechsel“ ein: Die Ergebnisse der Studie würden das bisherige pathophysiologische Konzept der Fibromyalgie herausfordern und seien deshalb von beträchtlicher Relevanz. „Mit dem Nachweis einer Beeinträchtigung der kleinen Nervenfasern bei Patienten mit Fibromyalgie
erfüllt Schmerz bei dieser Krankheit nun die Kriterien von neuropathischen Schmerzen, also Schmerzen, die durch eine Schädigung oder Erkrankung des Nervensystems bedingt sind“, sagt Üçeyler. Darüber hinaus hätten Mediziner jetzt erstmals ein objektiv messbares Kriterium an der Hand, an dem sie sich bei der Diagnosestellung orientieren
können.

Die Studie
35 Patienten haben Nurcan Üçeyler und Prof. Claudia Sommer in ihrer Studie untersucht. 25 von ihnen litten an einer Fibromyalgie, zehn waren an einer Depression erkrankt – einer Krankheit,die Fibromyalgiepatienten häufig zugeschrieben wird, da es bislang an
Kriterien für eine verlässliche Diagnose fehlte. An Schmerzen littendiese zehn Patienten nicht. Dazu wurden passende Kontrollgruppen für jede Untersuchung rekrutiert.

Mit drei spezifischen Testverfahren haben die Medizinerinnen die Studienteilnehmer untersucht: Die quantitative sensorische Testung (QST) bestimmt unter anderem thermische Wahrnehmungs- und Schmerzschwellen der kleinen Nervenfasern. Die
Ableitung Schmerz-assoziierter evozierter Potenziale (PREP) gibt
Auskunft über die elektrische Erregbarkeit der Nervenfasern. Stanzproben aus der Haut ermöglichen die Analyse der Morphologie unter dem Mikroskop. „Diese drei Methoden sind somit objektive Verfahren, die sich bei der Beurteilung der kleinen Nervenfasern ergänzen und deren mehrdimensionale Analyse erlauben“, sagt Üçeyler.

Die Ergebnisse

Das Untersuchungsergebnis war eindeutig: „In allen drei Testverfahren fanden sich bei Patienten mit Fibromyalgie-Syndrom deutliche Zeichen für eine Schädigung der kleinen Nervenfasern“, erklärt die Medizinerin. Fibromyalgie-Patienten reagierten in der QST weniger empfindlich auf Temperaturreize. In den PREP-Ableitungen zeigten die
Betroffenen schwächere Antworten auf die Schmerzreize. Und auch unter dem Mikroskop fanden die Wissenschaftlerinnen deutliche Veränderungen:„In der Hautstanzbiopsie war die Anzahl der kleinen Fasern deutlich reduziert – ein Befund, der typisch ist für Erkrankungen mit small-fiber-Beteiligung“, so Nurcan Üçeyler.

Besonders interessant für die Wissenschaftlerinnen war die Tatsache, dass sich Fibromyalgie-Patienten in den Untersuchungsergebnissen nicht nur von gesunden Studienteilnehmern unterschieden, sondern auch von den Patienten, die an einer Depression erkrankt waren, aber nicht unter Schmerzen litten – letztere zeigten
ähnliche Ergebnisse wie Gesunde.Obwohl Fibromyalgie-Patienten ähnlich
viele depressive Symptome aufwiesen wie die depressiven Studienteilnehmer, zeigten nur sie eine Beeinträchtigung ihrer kleinen Nervenfasern.

Für das Team um Nurcan Üçeyler und Claudia Sommer ist das Ergebnis dieser Studie klar: „Auch wenn noch nicht bekannt ist, warum es zu einer Schädigung der small fibers bei Fibromyalgie kommt, könnten unsere Ergebnisse die Grundlage für die Neudefinition des Fibromyalgie-Syndroms als Erkrankung schaffen.“

Das Fibromyalgie-Syndrom

Schätzungsweise zwei bis vier Prozent der erwachsenen Allgemeinbevölkerung westlicher Staaten leiden an einem Fibromyalgie-Syndrom. Das Fibromyalgie-Syndrom ist charakterisiert durch chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen; dazu kommen weitere Beschwerden wie Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit und depressive Symptome.
Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Der Verlust an Lebensqualität ist enorm.

Die Diagnose wird anhand der typischen Beschwerdeschilderung der Patienten gestellt sowie nach Ausschluss von alternativen Diagnosen. Typischerweise lassen sich bei der Untersuchung von Patienten mit Fibromyalgie weder klinisch noch laborchemisch noch
mittels apparativer Zusatzdiagnostik krankhafte Befunde nachweisen. Das
ist auch der Grund, warum das Fibromyalgie-Syndrom bis heute noch nicht als „Krankheit“ anerkannt ist: Es fehlt der Nachweis des krankmachenden Auslösers beziehungsweise einer fassbaren Pathologie
Jahrelange Odysee bis zur Diagnose

So kommt es, dass Fibromyalgie-Patienten in der Praxis häufig nicht ernst genommen werden und sich Bemerkungen wie „Fibromyalgie? Gibt es nicht.“ anhören müssen. Nicht selten werden sie auch mit der Aussage konfrontiert, dass ihre Beschwerden Ausdruck einer Depression sind. Tatsächlich zeigen Fibromyalgie-Patienten häufig auch
depressive Symptome. Diese könnten jedoch genauso gut die Folge ihrer
chronischen Schmerzen sein. Aufgrund dieser „Fehldiagnosen“ dauert es oft Jahre, bis eine Fibromyalgie diagnostiziert und die Symptome behandelt werden. Die lange Odyssee der Patienten ist oftmals frustrierend für Betroffene und Ärzte und verursacht zudem hohe Kosten für das Gesundheitssystem.

Finanziell gefördert wurde die Arbeit aus Forschungsmitteln der Universität Würzburg.

„Small fibers in fibromyalgia syndrome“, Nurcan
Üçeyler, Daniel Zeller, Ann-Kathrin Kahn, Susanne Kewenig, Sarah
Kittel-Schneider, Annina Schmid, Jordi Casanova-Molla, Karlheinz
Reiners, Claudia Sommer; doi:10.1093/brain/awt053

Kontakt:

PD Dr. Nurcan Üçeyler, T: (0931) 201-23542,
ueceyler_n@klinik.uni-wuerzburg.de

Prof. Dr. Claudia Sommer, T: (0931) 201-23763,
sommer@uni-wuerzburg.de .
. .

Kornelia Schmidt

Kornelia Schmidt - 26.03.13, 19:52

Zusatzbericht zur Uni Würzburg, wichtig ist der letzte Abschnitt.

FIBROMYALGIE- Woher die Schmerzen kommen !

Wer unter Fibromyalgie leidet, leidet unter ständigen Schmerzen in mehreren Körperregionen. Begleitet wird das durch Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit und depressive Symptome. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Der Verlust an Lebensqualität ist enorm.

Wer zum Arzt geht und die Beschwerden schildert, wird häufig enttäuscht. Die Diagnostik kann keine krankhaften Befunde nachweisen. Fibromyalgie-Patienten erleben es deshalb oft, dass sie in der Praxis nicht richtig ernst genommen werden.
Oder es kommt zu Fehldiagnosen wie Depression.
Viele habe eine jahrelange Odyssee hinter sich, bis ihre Krankheit richtig diagnostiziert und behandelt wird.

Ein Grund für diese frustrierende Situation ist, dass es bisher keine bekannten Auslöser der Schmerzen und deshalb auch keine Kriterien für das Stellen einer Diagnose gab. Wissenschaftler haben aber jetzt die Auslöser der typischen Schmerzen bei Fibromyalgie gefunden:
Es sind Schäden im Bereich der kleinen Nervenfasern.
Diese sogenannten kleinkalibrigen schmerzleitenden Nervenfasern (small fibers), die in der Haut enden, sind für die Wahrnehmung von Schmerzen verantwortlich und für das Temperaturempfinden.

Herausgefunden haben das die Wissenschaftler bei einer Studie an 35 Patienten.
Mit drei spezifischen Testverfahren haben Ärzte identifizieren können, dass 25 tatsächlich an einer Fibromyalgie und zehn an einer Depression litten.
In den Untersuchungsergebnissen unterschieden sich die Fibromyalgie-Patienten sowohl von gesunden Studienteilnehmern wie von den depressiven Patienten, die keine Schmerzen empfanden.
Die Patienten mit Depressionen aber ohne Schmerzen zeigen im übrigen vergleichbare Ergebnisse wie Gesunde. Eine Beeinträchtigung der kleinen Nervenfasern war nur bei Fibromyalgie-Patienten zu erkennen, obwohl sie ähnlich viele depressive Symptome aufwiesen wie die depressiven Studienteilnehmer.

Die Testungen (1. quantitative sensorische Testung (QST) bestimmt unter anderem thermische Wahrnehmungs- und Schmerzschwellen der kleinen Nervenfasern. 2.
Die Ableitung Schmerz-assoziierter evozierter Potenziale (PREP) gibt Auskunft über die elektrische Erregbarkeit der Nervenfasern. 3. Stanzproben aus der Haut ermöglichen die Analyse der Hautbeschaffenheit.) "haben bei den Patienten mit einem Fibromyalgie-Syndrom deutliche Zeichen für eine Schädigung der kleinen Nervenfasern nachgewiesen“.

Damit erfüllt die Fibromyalgie die Kriterien von neuropathischen Schmerzen, die durch eine Schädigung oder Erkrankung des Nervensystems bedingt sind, sagen die die Mediziner. Eine Antwort, warum die kleinen Nervenfasern überhaupt zu Schaden kommen, können die Wissenschaftler allerdings auch nach diesen Untersuchungsergebnissen noch nicht geben.

Berliner Ärzteblatt 13.03.2013/ Quelle: JAMA. 2013

09.02.10

Permalink 13:14:53, von reinhold1 E-Mail , 650 Wörter, 159 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Amalgam, MCS - CFS - Fibromyalgie, Allergien, Krebserkrankungen, Mobilfunk, Morgellons

a) Jungbrunnen Fisch --- b) Wirklich ein Beitrag zur Gesundheit?? ---

folgende Artikel wurden uns von FET e.V. per Mail zugesendet. Wir wollen diese beiden Artikel Euch gerne zur Verfügung stellen.

Jungbrunnen: Fisch

Omega-3-Fettsäuren scheinen mittlerweile zu einer Art „Allheilmittel“ zu avancieren, denn Berichte über deren positive Wirkungen wollen nicht abreißen. US-Forscher vermuten nun sogar eine Anti-Aging-Wirkung. Anhaltspunkte hierfür geben die Telomerlängen von KHK-Patienten.

Telomere sind die Enden der Chromosomen, die diesen Stabilität verleihen. Bei jeder Zellteilung verdoppeln Enzyme, sogenannte Polymerasen, die DNA. Dabei geht jedes Mal ein Stück der Enden verloren. Im Laufe der Lebensjahre verkürzen sich die Telomere zunehmend bis die Stabilität der Chromosomen verloren geht. Die Folge ist entweder ein Wachstumsstopp der Zelle oder der programmierte Zelluntergang. Wissenschaftler sehen in der Destabilisierung des Erbguts einen entscheidenden Faktor im Alterungsprozess.

Farzaneh-Far und seine Mitarbeiter entdeckten nun einen möglichen Zusammenhang zwischen der Omeaga-3-Fettsäure-Aufnahme und der Telomerlänge. Bei Patienten mit einer niedrigen Konzentration an Docosahexaensäure (DHA) sowie Eicosapentaensäure (EPA) im Blut war nach 5 Jahren eine stärkere Telomerverkürzung zu verzeichnen, als bei Patienten mit hohen Blutspiegeln. Regelmäßige Fischmahlzeiten könnten daher nicht nur die Blutgefäße schützen, sondern auch den Alterungsprozess der Zellen verlangsamen. Aber auch linolensäurereiche Öle wie Raps- oder Leinöl leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung.

Quelle: Farzaneh-Far et al.: Association of Marine Omega-3 Fatty Acid Levels With Telomeric Aging in Patients With Coronary Heart Disease. JAMA; 303(3):250-257: 2010

Wirklich ein Beitrag zur Gesundheit?

„Immer auf dem neusten Stand“ heißt auch das Motto in der Lebensmittelindustrie. Und so werden altbekannte Produkte immer weiter entwickelt und an den aktuellen Erkenntnisstand der Wissenschaft angepasst. Heißt es „Fett ist der Grund allen Übels“, verschwindet dieses rigoros aus Joghurt, Käse sowie Wurst und wird durch Emulgatoren oder Kohlenhydrate ersetzt. Verursacht Zucker Karies, findet sich plötzlich in allem nur noch Süßstoff. Doch führen derartige Rezepturveränderungen wirklich zu einem gesünderen Lebensmittel?

Die Firma Mars Deutschland verkündete nun stolz „Mit gutem Beispiel voran: Mars reduziert die gesättigten Fettsäuren in seinen Schokoriegeln“. Im Weiteren ist zu lesen, dass die Cremefüllung nun statt Palmfett Sonnenblumenöl enthält. Dieses ist durch die ungesättigten Fettsäuren bei Raumtemperatur zwar normalerweise flüssig. Doch dieses Problem haben die Technologen wohl erfolgreich gelöst, wie der Hersteller verkündet. Wie Konsistenz und Geschmack des Schokoriegels unverändert bleiben, erklärt er allerdings nicht. Wurde das Öl gehärtet? Kamen Emulgatoren zum Einsatz? Rezepturen verändern und dennoch eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten, ist für Lebensmittelhersteller immer wieder eine Herausforderung. Dank tausender Zusatz- und Aromastoffe sowie einer Reihe von technologischen Verfahren, ist heutzutage scheinbar jedoch fast alles möglich. Fraglich bleibt allerdings, ob die Neuerung das Produkt wirklich zu einem gesünderen Lebensmittel macht. Was birgt das größere Gesundheitsrisiko - die gesättigten Fettsäuren, Zusatzstoffe wie Emulgatoren oder gehärtete Fette?

Ob gesättigte Fettsäuren allein wirklich einen so großen Einfluss auf unsere Gesundheit haben, ist bei der derzeitigen Studienlage mittlerweile zu bezweifeln. Für Zusatzstoffe sind teilweise gesundheitsschädigende Wirkungen nachgewiesen. Einige Vertreter der Emulgatoren verursachen - zu mindestens bei Tieren - Organschäden. Die Härtung von Fett birgt je nach Verfahren, das Risiko einer vermehrten Transfettsäurebildung. Diese wirken sich bekanntlich schädlicher auf die Gefäßwände aus, als gesättigte Fettsäuren. Um die Transfettbildung zu minimieren, sättigen einige Hersteller ungesättigte Fettsäuren heute weiter ab. Doch entstehen dabei letztlich nicht auch nur gesättigte Fette?

Ist es also der richtige Weg, einen vermeintlich ungesunden Inhaltsstoff gegen andere kritische Stoffe auszutauschen? Wäre es nicht sinnvoller, einfach zu einem sparsameren Verzehr zu raten?

Fundstellennachweis:

Dipl. troph. Christine Langer

-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit-

Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.

An den Frauenbrüdern 2, 52064 Aachen

Tel.: 0241 - 96 10 316

Fax.: 0241 - 96 10 322

Email: presse@fet-ev.eu

URL: http://www.fet-ev.eu

04.11.09

Permalink 17:29:02, von rscna.w E-Mail , 923 Wörter, 232 Ansichten   German (DE)
Kategorien: MCS - CFS - Fibromyalgie, Allergien

NEUSTE PALL STUDIE MCS - VERGIFTUNGSERKRANKUNG

Eine bedeutender Artikel über MCS – Multiple
Chemical Sensitivity wurde am 23. Oktober
2009 von Professor Martin L. Pall als
Kapitel
XX in einem angesehenen Referenzwerk für
Toxikologen, “General and Applied
Toxicology,
3rd Edition” (John Wiley & Sons)
veröffentlicht. Multiple Chemical
Sensitivity
(MCS) ist auch als Chemical Sensitivity,
chemische Intoleranz und toxisch bedingter
Toleranzverlust bekannt, wobei der letzte
Begriff die Rolle von Chemikalien als
Krankheitsauslöser unterstreicht. Pall’s
Veröffentlichung mit dem Titel: Multiple
Chemical Sensitivity: Toxikologische Fragen
und Mechanismen, basiert auf fünf wichtigen
Fakten über MCS:

1. MCS ist eine erstaunlich häufige
Krankheit, sogar häufiger als Diabetes. Das
stellte sich durch eine Reihe von neun
epidemiologischen Studien aus den
Vereinigten
Staaten und jeweils einer Studie aus Kanada,
Deutschland, Schweden und Dänemark heraus.
In
den Vereinigten Staaten sind schätzungsweise
3,5% der Bevölkerung von schwerer MCS
betroffen, eine weitaus höhere Anzahl,
mindestens 12% der Bevölkerung, ist mäßig
betroffen. MCS ist demnach eine sehr große
international auftretende Krankheitsepidemie
mit weitreichenden Auswirkungen in Hinsicht
auf die öffentliche Gesundheit.

2. MCS wird durch toxische
Chemikalienexposition verursacht. MCS
Krankheitsfälle werden durch Exposition
gegenüber sieben verschiedenen
Chemikalienklassen initiiert. Dazu gehören
drei Klassen von Pestiziden und die sehr
große Klasse organischer Lösungsmittel und
verwandter Verbindungen. Ergänzend führen
publizierte Studien Quecksilber,
Schwefelwasserstoff und Kohlenmonoxyd als
Initiatoren an. Von allen dieser sieben
Chemikalienklassen wurde in Tierversuchen
gezeigt, dass sie eine gemeinsame Reaktion
im
Körper hervorrufen, und zwar eine übermäßige
Aktivität eines Rezeptors, der als NMDA
Rezeptor bekannt ist. Weiterhin haben
Tierversuche demonstriert, dass bei den
Chemikalien, die einer dieser sieben Klassen
angehören, die toxische Wirkung durch
Medikamente, die die NMDA-Aktivität
vermindern, stark reduziert wird. Weil
übermäßige NMDA-Aktivität auch nach anderen
Studien an MCS beteiligt ist, haben wir
jetzt
eine überzeugende, bei allen MCS-Fällen
gemeinsame Reaktion, die erklärt, wie
derartig verschiedene Chemikalien die
Krankheit, die wir MCS nennen, hervorrufen
können.

3. Die Rolle von Chemikalien als Giften bei
MCS wurde durch genetische Studien
bestätigt.
Vier solcher Studien haben gezeigt, dass
Gene, die die Geschwindigkeit der
Metabolisierung von an MCS beteiligten
Chemikalien bestimmen, die Anfälligkeit, an
MCS zu erkranken, beeinflussen. Diese vier
Studien wurden durch drei
Wissenschaftlerteams in drei Ländern, den
USA, Kanada und Deutschland publiziert. Sie
haben insgesamt sechs Gene ermittelt, die an
der Festlegung der Suszeptibilität für MCS
beteiligt sind. Jedes dieser sechs Gene hat
eine Rolle bei der Festlegung der
Metabolisierungsrate von Chemikalien, die
mit
MCS in Zusammenhang stehen. Die deutschen
Studien von Schnakenberg und seinen
Kollegen,
die vier dieser sechs Gene einbezog, sind
hierbei wegen des extrem hohen Grades an
statistischer Signifikanz ihrer Studien
besonders überzeugend. Es gibt nur eine
Interpretation für die Rolle dieser Gene bei
der Festlegung der Suszeptibilität für MCS.
Und zwar, dass Chemikalien bei der
Initiierung von MCS-Krankheitsfällen als
Gifte agieren und dass die
Verstoffwechselung
dieser Chemikalien zu Formen, die dabei
entweder weniger aktiv oder stärker aktiv
sind als zu Beginn, deswegen die
Wahrscheinlichkeit beeinflusst, ob eine
Person an MCS erkranken wird. Es ist daher
offensichtlich, dass MCS ein toxikologisches
Phänomen ist, bei dem Krankheitsfälle durch
eine toxische Reaktion gegenüber
Chemikalienexposition verursacht wurden.

4. Wir haben einen detaillierten und
generell
gut untermauerten Mechanismus für MCS.
Dieser
Mechanismus erklärt sowohl die hochgradige
Chemikalien-Sensitivität, die das
charakteristischste Symptom von MCS ist, als
auch viele andere Symptome und Kennzeichen
dieser Erkrankung. Dieser Mechanismus beruht
auf einem biochemischen Teufelskreis, der
auch als NO/ONOO-Zyklus bekannt ist, und mit
anderen Mechanismen interagiert, die schon
vorher als für MCS mitverantwortlich
verdächtigt worden waren, insbesondere
neuronale Sensibilisierung und neurogene
Entzündung. Diese agieren lokal in den
verschiedenen Geweben des Körpers, um eine
lokale Sensibilität in Regionen des Gehirns
und der peripheren Gewebe zu erzeugen,
einschließlich der Lungen, des oberen
Respirationstraktes, Regionen der Haut und
des Verdauungstraktes. Auf Grund dieser
lokalen Beschaffenheit, also weil die
betroffenen Gewebe sich von einem Patienten
zum anderen unterscheiden, unterscheiden
sich
verschiedene MCS Patienten von einander auch
in ihren Sensibilitätssymptomen. Zusätzlich
zu den oben diskutierten Belegen, wird
dieser
generelle Mechanismus durch verschiedene
physiologische Veränderungen unterstützt,
die
bei MCS und verwandten Krankheiten gefunden
werden, bei MCS-Tiermodellen, bei objektiv
messbaren Reaktionen von MCS-Patienten
gegenüber Chemikalien im Niedrigdosisbereich
und bei therapeutischen Reaktionen, die bei
MCS und verwandten Krankheiten gefunden
werden.

5. Seit über 20 Jahren haben einige
fälschlicherweise behauptet, MCS sei eine
psychogene Erkrankung, die nach deren Sicht
durch schlecht definierte psychologische
Mechanismen erzeugt wird. Diese Sicht ist
jedoch vollständig inkompatibel mit den
ganzen Beweisen, die zuvor in dieser
Veröffentlichung diskutiert wurden. Obwohl
solche Unvereinbarkeit schon mehr als Grund
genug ist, diese psychogenen Behauptungen
zurückzuweisen, führt der MCS-Toxikologie
Artikel acht weitere schwerwiegende Mängel
in
den psychogenen Argumentationen auf. Es gibt
eine lange Historie falscher
Psychogenitätsbehauptungen in der Medizin,
während der über Krankheiten wie Asthma,
Autismus, Parkinson, Magengeschwüre,
Multiple
Sklerose, Lupus, interstitielle Zystitis,
Migräne und Colitis Ulcerosa behauptet
wurde,
sie würden durch psychologische Mechanismen
erzeugt werden. Der Nobelpreis in
Physiologie
und Medizin im Jahr 2005 wurde Dr. Robin
Warren und Barry Marshall verliehen, weil
sie
zeigten, dass Magengeschwüre durch eine
bakterielle Infektion verursacht werden und
nicht psychogenen Ursprungs sind. Es ist
nunmehr klar, dass MCS eine physiologische,
durch Chemikalienexposition hervorgerufene
Erkrankung ist, von der fälschlicherweise
behauptet wurde, sie sei psychogen.

Martin L. Pall ist Professor Emeritus für
Biochemie und Allgemeinmedizinische
Wissenschaft an der Washington State
University.

Kontakt: martin_pall@wsu.edu Webseite:
www.thetenthparadigm.org

03.03.09

Permalink 15:38:46, von reinhold1 E-Mail , 244 Wörter, 205 Ansichten   German (DE)
Kategorien: MCS - CFS - Fibromyalgie, Allergien, Krebserkrankungen, Mobilfunk

Schädlingsmanagement im Hause

+++ Bitte weiterleiten+++

Fundstelle: Pestizid-Aktions-Netzwerk e.V. (Pan Germany)
wir danken Pan Germany, den Hinweis abdrucken zu dürfen.

Wir empfehlen diesen Beitrag gerne und weisen darafu hin, dass dieser Beitrag
als Download zur Verfügung steht ebenso wie der Aktionsflyer zum 3. Frankfurter Umweltkolloqium.
-------------------------------------------------------------------------------------

Neue Informationsserie zum vorsorgenden und alternativen
Schädlingsmanagement im Haus
Informationsblatt zur Bekämpfung von Kleidermotten

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freundinnen und Freunde,

wir freuen uns, Ihnen heute unser zweites Informationsblatt zum
vorsorgenden und alternativen Schädlingsmanagement im Haus vorzustellen.
Diesmal haben wir uns mit Kleidermotten beschäftigt.
Das Ziel unserer Informationsarbeit ist es, den Einsatz problematischer
chemisch-synthetischer Biozid-Produkte in Privathaushalten zu senken
und das Bewusstsein für nicht-chemische Vorsorgemaßnahmen zu stärken.
Sie können sich das Informationsblatt aus dem Internet unter:
http://www.pan-germany.org/download/biozide/infoblatt_kleider-motten.pdf
herunterladen.

Weitere Informationen zum vorsorgenden und alternativen
Schädlingsmanagement im Haus finden Sie unter
http://www.pan-germany.org/deu/projekte/biozidrisiken_mindern.html

Das Informationsblatt liegt auch in gedruckter Form vor und kann gegen
Zusendung eines adressierten und mit 1,45 € frankierten A4 Rückumschlags
bestellt werden.

Mit freundlichem Gruß

Susanne Smolka
Projektkoordinatorin

Bitte beachten Sie auch unser Informationsblatt zu Lebensmittelmotten.
Sie finden es unter:
http://www.pan-germany.org/download/biozide/infoblatt_lebensmittel-motten.pdf

-------------------------------------------------------------
Mensch und Umwelt vor Pestiziden schützen
Alternativen fördern
-------------------------------------------------------------
Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany)
(Pesticide Action Network - Germany)
Nernstweg 32
D - 22765 Hamburg
Tel. +49 (40) 399 19 10-0
Fax +49 (40) 390 75 20
E-Mail: info@pan-germany.org
Internet: http://www.pan-germany.org

02.03.09

Permalink 12:02:43, von reinhold1 E-Mail , 1020 Wörter, 148 Ansichten   German (DE)
Kategorien: MCS - CFS - Fibromyalgie, Allergien, Krebserkrankungen

Winterzeit - Schnupfenzeit

ein Beitrag, den uns foodwatch dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat.

*Liebe foodwatch-Interessierte,*

Winterzeit - Schnupfenzeit! Wer kennt das nicht? Kaum beginnen die
ersten Schmuddelwetter-Tage mit kühlem Wind, Sprühregen und allem was
steuropäer ein- bis zweimal pro Jahr. Dennoch gibt es Unterschiede:
Manche Menschen müssen sich mit drei bis vier Erkältungen pro Jahr
abquälen, andere "absolvieren" schon mal ein Jahr "ganz ohne".

*Der Lebensstil entscheidet***
Dafür gibt es verschiedene Erklärungen. Einig sind sich die Experten
jedoch darin, dass die Immunabwehr maßgeblichen Einfluss auf das
Erkrankungsrisiko ausübt. Wie gut das Immunsystem "in Schuss" ist,
hängt mit unserem Lebensstil zusammen. Förderlich sind: eine
ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, möglichst wenig Stress und
genügend Bewegung. Doch hier hapert es bei vielen. Denn machen wir uns
nichts vor: Die Anforderungen des "modernen Lebens" lassen einen
solchen Lebensstil oft nicht zu.

*Danone lockt mit falschen Versprechungen* Was läge da näher, als ein
Mittel zu erfinden, das uns dabei hilft, durch minimalen Einsatz -
quasi "im Handumdrehen" - unsere Immunabwehr zu stärken und uns so vor
der nächsten Erkältungswelle zu schützen?
Der Lebensmittelkonzern Danone tut so, als gibt es dieses Mittel
bereits. Danone behauptet, dass die probiotischen
Actimel-Joghurtkulturen die Abwehrkräfte aktivieren. Durch die
vermehrte "Produktion lebenswichtiger Abwehrzellen" und die Bekämpfung
unerwünschter Bakterien würde sich die Aktivität der körpereigenen
Immunzellen um 25 Prozent steigern, was durch allerlei Studien

*Die Zauberkräfte von Actimel***
Denn es ist *nicht bewiesen*, dass Actimel vor Erkältungen schützt!
Dazu bräuchte es mehrere großangelegte Versuche mit Gruppen, die
regelmäßig Actimel zu sich nähmen, und Kontrollgruppen, die kein
Actimel konsumierten, um dann die Erkältungshäufigkeit zu vergleichen.
Was es gibt, ist eine große Anzahl (übrigens in vielen Fällen von
Danone selbst gesponserter) Studien, die belegen, dass Actimel
überhaupt eine Wirkung auf die Darmflora und das Immunsystem zeigt.
Das ist weder überraschend noch neu, *denn diese Wirkung hat jeder
ganz normale Naturjoghurt!*

*So gut wie jeder Joghurt - nur kalorienreicher!* Das wäre so, als ob
ein Bauer die gesundheitsfördernde Wirkung, der von ihm angebauten
fiktiven Möhre "Sabrina" rühmen würde, weil sie einen besonders hohen
Vitamin-A-Gehalt aufweist. Natürlich ohne zu erwähnen, dass alle
Möhren reich an Vitamin A sind. Klar auch, dass er sie nun gleich viel
teurer verkaufen könnte, denn der Verbraucher würde ja nun glauben,
dass "Sabrina" den anderen Möhren überlegen sei.
So schlau hat es Danone jedenfalls gemacht. Eine Packung Actimel
kostet um die 2 Euro. Herkömmlichen Joghurt gibt es schon für 0,50 Euro.

Nur hätte der Käufer von "Sabrina" eine Möhre ohne Nachteile erworben.
Das gilt für den Actimel-Konsumenten leider nicht! *Denn neben
Bakterienkulturen enthält dieses angebliche Gesundheitsprodukt vor
allem eines: Zucker!!!* 12 Prozent sind im Schnitt enthalten, oder
anders ausgedrückt: Vier bis fünf Stück Würfelzucker!

* Light- und andere Schwindel-Produkte* foodwatch prangert immer
wieder verschiedene Formen der Verbrauchertäuschung an. Actimel ist
nur eines von vielen Beispielen.
Insbesondere den Wunsch vieler Verbraucher, sich gesünder und
kalorienbewusster zu ernähren, macht sich die Lebensmittelindustrie
schamlos zu Nutze. Das lässt sich an der überwältigenden Schwemme der
verschiedensten "Light-Produkte" erkennen. Hier gilt das Gleiche wie
bei Actimel. Eine bestimmte Eigenschaft wird herausgegriffen und von
der Werbung entsprechend positiv aufbereitet, doch unterm Strich
überwiegen die Nachteile!

*Wir fordern die Lebensmittel-Ampel!*** Damit dieses Verwirrspiel,
diese gezielte Manipulation zu Gunsten der Lebensmittelindustrie und
zu Ungunsten der Verbraucher endlich ein Ende hat, fordern wir die
Lebensmittel-Ampel! Mit der Lebensmittel-Ampel kann jeder Verbraucher
anhand der Farben Grün, Gelb und Rot sofort erkennen, ob ein Produkt
viel oder wenig Fett, gesättigte Fettsäuren, Salz und Zucker enthält.
Und selbst wenn der Actimel-Käufer weiterhin auf den
Bakterien-Schwindel hereinfiele, so wüsste er doch immerhin, dass es
sich bei Actimel gleichzeitig um eine flüssige Süßigkeit handelt!

Deshalb - und weil wir laut einer aktuellen repräsentativen
Emnid-Umfrage über zwei Drittel der Verbraucher hinter uns wissen -
kämpfen wir von foodwatch für die Einführung der Lebensmittel-Ampel.
Aus denselben Gründen wehrt sich die Lebensmittelindustrie mit Händen
und Füßen dagegen. Mit der Lebensmittel-Ampel würden Produkte wie
Actimel direkt als das entlarvt, was sie sind, nämlich keine
Gesundheits- oder Diätprodukte, sondern schlichte Dickmacher!

*Kämpfen Sie mit uns für die Ampel - werden Sie * Förderer/Förderin*
http://foodwatch.de/spender__unterstuetzer/mitglied_werden/index_ger.
html. Wir von foodwatch werden weiterhin Produkte unter die Lupe
nehmen, um ganz konkret im Einzelfall nachzuweisen, wie die
Verbraucher getäuscht werden. Wir tun alles in unserer Macht stehende,
damit das Prinzip der Ampel zur verpflichtenden Kennzeichnung wird. Um
dieses Ziel zu erreichen, müssen wir zeigen, dass die Verbraucher
hinter uns stehen.
Wir von foodwatch wollen, dass auch Menschen, die sich mit Zahlen und
komplizierten Begriffen schwer tun, eine Chance bekommen, sich und
ihre Kinder bewusst zu ernähren. Doch nur wenn wir viele sind, können
wir große Konzerne in die Knie zwingen, uns Gehör verschaffen und die
Politiker unter Druck setzen. Nur wenn wir viele sind, werden wir
gehört. Deshalb werden Sie bitte jetzt * Förderer/Förderin*
http://foodwatch.de/spender__unterstuetzer/mitglied_werden/index_ger.
html. von foodwatch.

Vielen Dank und herzliche Grüße,

Ihr Thilo Bode
Geschäftsführer

P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Förderer spielt aber auch
eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je
mehr Unterstützer wir haben, desto leichter können wir auch die
Politiker unter Druck setzen. Deshalb: Werden Sie bitte
Förderer/Förderin und kämpfen Sie gemeinsam mit uns für echte
Verbraucherrechte!

*Hier* http://www.foodwatch.de/newsletter/index_ger.html können Sie
> den foodwatch-Newsletter abonnieren, abbestellen oder Ihre Adresse ändern.
>
> Herausgeber: foodwatch e.v., gabriele richter (v.i.s.d.m.),
> brunnenstr. 181, 10119 berlin, germany
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> Nz, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode

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